Strompreise 2018: Konstante Kosten für Haushalte erwartet

30. November 2017, 09:52 Uhr · Quelle: klamm.de
Strompreise 2018: Konstante Kosten für Haushalte erwartet
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Strompreise 2018: Konstante Kosten für Haushalte erwartet

Aktuelle Entwicklungen lassen nicht auf einen Rückgang der Stromkosten für das Jahr 2018 hoffen. Denn die Umlage für den Ökostrom wird laut Angabe der Netzbetreiber um 1,3 Prozent sinken. Es soll sich jedoch um einen zu geringen Prozentsatz handeln, als dass sich Auswirkungen auf den Strompreis ergeben. Außerdem sollen im Gegenzug Netzentgelte in einigen Regionen ansteigen. Diese dienen somit als Gegengewicht. Verbraucherschützer raten zu einem Preisvergleich und gegebenenfalls zu einem Wechsel.

Wer sich seines Tarifes nicht sicher ist oder für die nächsten Monate einen konstanten Betrag ausgeben möchte, schaut sich jetzt bei www.stromvergleich-ratgeber.org um. Obwohl die EEG Umlage erst zum zweiten Mal seit 1998 sinkt, soll für 2018 keine Entlastung bringen. Tatsächlich macht die „Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien“ ungefähr einen Viertel des aktuellen Strompreises aus.

Wo die Preise voraussichtlich steigen und fallen

Noch sind wir im Jahr 2017. Daher können nur Einschätzungen über die Entwicklung des Strompreises und damit zu den Tarifen gegeben werden. Tatsächlich wird ein Wechsel jetzt empfohlen, weil in einigen Regionen die Strompreise ansteigen werden. Dies liegt am Ausbau des Netzes, was mit ähnlicher Höhe zu Buche schlägt, wie die EEG Umlage. Überall wo ausgebaut wird, ist daher mit einer Erhöhung zu rechnen. Dies betrifft vor allem die Haushalte im Westen Deutschlands. Im Osten ist kein großflächiger Ausbau geplant. Dort könnten die Preise folglich fallen. Diese Entwicklung betrifft natürlich nicht nur die Privathaushalte, sondern auch Unternehmer.

Der Rückgang der EEG Umlage ist mit 1,3 Prozent angesetzt. In reellen Zahlen bedeutet dies eine Belastung für den Zahler, welche von 6,88 Cent auf 6,792 Cent zurückgeht. Warum zahlen wir überhaupt eine Umlage? Es handelt sich um die Finanzierung der Kosten, welche für die Produktion von Solar- und Windkraftanlagen entstehen. Denn die Ausgaben sind hierbei höher, als bei klassischen Methoden der Stromerzeugung. Der Rückgang ist übrigens nur ein kurzes Aufatmen. Durch die Inbetriebnahme von Windkraftwerken in Ost- und Nordsee sollen die Ausgaben ab 2019 wieder ansteigen und ihre Höchstmarke im Jahr 2021 erreichen.

Allerdings verdichten sich die Anzeichen, dass der Staat vorab aktiv wird. Es steht zur Debatte die Ökostromfinanzierung zu reformieren. Dadurch wäre eine Reduzierung der Ökostromumlage denkbar. Vom Bundesverband der Energiewirtschaft äußerte sich Geschäftsführer Stefan Kapferer folgendermaßen: „Die Politik muss sich Gedanken machen, wie sie den Strompreis von dem Ballast an staatlichen Abgaben entlasten kann.“

Schritt für Schritt Anleitung zur Reduzierung der Stromkosten im Haushalt

Nachdem wir eine Prognose der Stromkosten für 2018 abgegeben haben, welche sich einerseits auf der Reduzierung der Ökostromumlage und andererseits auf den Ausbau der Netze bezieht, möchten wir zum Abschluss Tipps geben, wie im Haushalt effektiv an Stromkosten eingespart wird.

  1. Preisvergleich durchführen: Online lässt sich unter obigen Link der aktuelle Stromtarif mit dem günstigsten Preis vergleichen. Ein Wechsel ist ratsam, da Neuverträge meist nicht gleich wieder erhöht werden.
  2. Lampen kontrollieren: Durch die Verwendung von LED-Lampen und Energiesparbirnen können Kosten reduziert werden. Zudem ist das Licht zu löschen, wenn niemand im Raum ist.
  3. Effektiv Waschen: Wer nur mit 30° wäscht und auf das Vorwaschen verzichtet, verbraucht ebenfalls weniger Strom.
  4. Mit Deckel Kochen: Unnötig Energie geht verloren, wenn der Kochtopf nicht abgedeckt ist. Der Herd braucht länger um das Wasser oder die Nahrung zu erwärmen.
  5. Kein Stand-by-Betrieb: Der rote Punkt am Fernseher oder der Stereo-Anlage leuchtet? Dann nehmt das Gerät besser ganz vom Netz, es verbraucht sonst weiterhin Strom.
  6. Computer-Tipp: Ein Laptop verbraucht weniger Energie als der Desktop-PC. Im Energiesparmodus ist der Verbrauch wiederum niedriger, als mit dem Bildschirmschoner.
  7. Gefriergeräte abtauchen: Wer nicht regelmäßig abtaut, der muss für die Aufrechterhaltung des Eises sorgen. Das kostet die Geräte mehr Anstrengung und somit Energie.
  8. Haushaltsgeräte befüllen: Sowohl der Geschirrspüler, als auch die Waschmaschine sind voll zu befüllen, bevor diese gestartet werden. Auf einen Trockner ist bestenfalls zu verzichten.
  9. Alte Geräte austauschen: Bisweilen ist es günstiger eine Neuanschaffung zu tätigen. Eine alte Pumpe verbraucht beim Heizen einen dreistelligen Betrag, während ein neues Gerät mit 20 Euro auskommt.
  10. Weniger Baden, häufiger Duschen: Die Erzeugung von Warmwasser kostet ebenfalls Strom. Wer häufiger duscht und seltener badet, entlastet die Stromkosten daher ebenfalls.

Der Fantasie sind beim Stromsparen kaum Grenzen gesetzt. Sind mehrere Kinder im Haushalt, so müssen diese auch nicht immer alle an einem eigenen Elektrogerät spielen. Sie könnten sich auf eines einigen und zusammen aktiv werden. Auch Erwachsene müssen nicht vor zwei Fernsehern sitzen und können sich stattdessen auf einen Film einigen. Und wenn nichts Passendes im TV kommt, wird einer bei der Videothek um die Ecke ausgeliehen. Steigenden oder stagnierenden Strompreisen kann im eigenen Haushalt durchaus effektiv entgegengewirkt werden.

Lifestyle / Heim & Haus / Finanzen
30.11.2017 · 09:52 Uhr
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