René Benko erneut wegen Gläubigerschädigung verurteilt
René Benko, einst gefeierter österreichischer Großinvestor, sieht sich erneut mit juristischer Missbilligung konfrontiert. Das Landesgericht Innsbruck hat den Gründer des weitreichenden Signa-Imperiums zu einer 15-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Seine Ehefrau Nathalie Benko wurde indes von den Vorwürfen freigesprochen. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Frage, ob René Benko wertvolle Vermögensgegenstände bewusst seinen Gläubigern entzogen hatte.
Dies wurde allerdings nur teilweise als erwiesen angesehen. Trotz der Verteidigungsstrategie, die den Vorwurf als 'Hokuspokus' abtat, fiel das Urteil zu Benkos Ungunsten aus. Bereits im Oktober wurde Benko wegen eines ähnlichen Delikts zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt, aus der nun gemeinsam mit dem aktuellen Urteil eine Gesamtstrafe gebildet werden soll. Aufseiten der Anklage wurde behauptet, das Ehepaar habe im Vorfeld der Insolvenz wertvolle Uhren und Bargeld in einem Tresor beiseitegeschafft.
Die Verteidigung hingegen hielt vehement an der Unschuld fest und argumentierte, dass bei wohlhabenden Personen solche Geschenke durchaus üblich seien. Dennoch blieb die Frage, warum der Tresor außerhalb der Benko-Residenz aufgestellt war. In einer Auseinandersetzung, die von Ungereimtheiten im Vermögensverzeichnis des Investors geprägt war, stellte der Insolvenzverwalter fest, dass bisherige Erklärungen von René Benko nicht überzeugten. Weitere rechtliche Herausforderungen scheinen für den mittlerweile in Ungnade gefallenen Unternehmer unausweichlich.

