Stimmung in Deutschland: Neuer Mindestlohn 2026 - Goldene Mitte oder Herbe Enttäuschung?
Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hat interessante Einsichten in die deutsche Meinung zum Mindestlohn geliefert, der ab 2026 bei 13,90 Euro pro Stunde liegen wird. Während ein Viertel der Befragten diesen Betrag als passend empfindet, betrachten 40 Prozent ihn als unangemessen niedrig. Dagegen sehen 17 Prozent ihn als übermäßig hoch an, was die gespaltene Meinung in der Bevölkerung unterstreicht.
Zum 1. Januar wird der Stundenlohn auf 13,90 Euro angehoben und soll ein Jahr später bei 14,60 Euro liegen. Dies ist eine ansehnliche Steigerung verglichen mit dem bisherigen Mindestlohn von 12,82 Euro pro Stunde. Zusätzlich wird die Verdienstgrenze für steuerfreie Minijobs von 538 Euro auf 603 Euro pro Monat erhöht. Diese Anpassungen scheinen jedoch wenig Einfluss auf die Anreize zu haben, die Arbeitszeit im Hauptberuf zu reduzieren und stattdessen auf steuerfreie Nebenjobs auszuweichen.
Denn laut der Umfrage erwägen 66 Prozent der Teilnehmenden keinerlei Veränderung ihrer beruflichen Situation, auch nicht angesichts der neuen Regelungen. Hingegen ziehen 14 Prozent in Betracht, ihre Arbeitszeit für einen steuerfreien Nebenjob zu verkürzen. 4 Prozent planen fest, ihre Stunden zu reduzieren, während 7 Prozent bereits ein Modell nutzen, das ihnen diese Flexibilität bietet.

