Sony dreht an der Preisschraube: PlayStation Plus Essential wird ab dem 20. Mai teurer – aber nur für Neukunden
Erst kletterten die Hardwarepreise für die PlayStation 5 und das aktuelle Pro Modell nach oben, nun ist der hauseigene Aboservice an der Reihe. Sony hat überraschend eine Preiserhöhung für den Basistarif von PlayStation Plus angekündigt, die bereits am 20. Mai in Kraft tritt. Der japanische Konsolengigant wählt hierbei jedoch eine äußerst unkonventionelle Strategie, die vor allem das Kündigungsverhalten der Spieler massiv beeinflussen dürfte und die treue Playerbase regelrecht in einen goldenen Käfig sperrt.
Die clevere Falle für Bestandskunden
Wer frisch in das Ökosystem einsteigt oder nach einer Pause zurückkehrt, muss künftig tiefer in die Tasche greifen. Das monatliche Ticket für den Online Multiplayer und die monatlichen Gratisspiele kostet ab sofort 9,99 Euro statt bisher 8,99 Euro. Wer direkt für ein Quartal bucht, zahlt 27,99 Euro statt der gewohnten 24,99 Euro. Der Clou an der ganzen Sache: Aktive Abonnenten behalten ihren alten Preis. Dieser greifbare Vorteil entfällt jedoch sofort, sobald das Abo ausläuft oder du den Tarif wechselst.
Damit baut Sony eine beachtliche Hürde für Kündigungen auf. Wer den ständigen Grind in aktuellen Multiplayer Titeln liebt, wird es sich nun zweimal überlegen, ob er in spielfreien Monaten pausiert. Einmal gekündigt, bist du den günstigen Tarif für immer los. Einzig Spieler in der Türkei und Indien bleiben laut offiziellen Angaben komplett von dieser Maßnahme verschont.
Der ungleiche Kampf der Service Giganten
Es ist ein spannender Kontrast zur Konkurrenz. Im Gegensatz zum grünen Lager, wo Microsoft den XBOX Game Pass im vergangenen Jahr erst drastisch verteuerte und kürzlich die Preise für den Ultimate Tarif sowie die PC Version wieder senkte – allerdings mit der schmerzhaften Einschränkung, dass künftige Call of Duty Ableger den Service vorerst überspringen –, geht Sony einen völlig anderen Weg. Man melkt den mit Abstand populärsten Tarif, ohne die Kundschaft komplett vor den Kopf zu stoßen. Diese Taktik darf man durchaus als perfide „Loyalitätsfalle“ bezeichnen.
Interessanterweise bleiben die teureren Tiers PlayStation Plus Extra und Premium vorerst unangetastet. Diese Entscheidung dürfte reines Kalkül sein, um den Upgrade Pfad für die Spieler attraktiver zu gestalten. Wenn der preisliche Abstand zwischen dem Basis Tarif und den Premium Stufen schrumpft, wird der Griff zur teureren Variante psychologisch deutlich leichter. Zumal der Spielekatalog im Mai massiv aufgestockt wird, wie kürzlich erst gigantische Neuzugänge wie Star Wars Outlaws für den Service bestätigt wurden. Wer die genauen Bedingungen und aktuellen Spiele im Detail prüfen möchte, findet alle offiziellen Informationen direkt auf der offiziellen PlayStation Plus Übersichtsseite.


