Sicherheitsgipfel in Berlin: Bahn verstärkt Schutzmaßnahmen nach tödlichem Angriff
Ein dramatischer Vorfall auf den Schienen von Rheinland-Pfalz hat die Fachwelt aufgerüttelt: Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter lenkt die Aufmerksamkeit von Bund, Ländern, Gewerkschaften und Branchenvertretern auf die dringliche Frage nach einem besseren Schutz für Bahnmitarbeitende. In Berlin lädt Bahnchefin Evelyn Palla zu einem hochrangig besetzten Treffen ein, wo sie konkrete Vorschläge zur Erhöhung der Sicherheitsmaßnahmen im Bahnverkehr präsentieren möchte.
Die Bahngewerkschaften EVG und GDL setzen ihren Hebel vor allem im Regionalverkehr an und fordern dabei eine flächendeckende Präsenz von stets zwei Zugbegleitpersonen. Die EVG verfolgt darüber hinaus die Einführung von Bodycams mit Tonaufzeichnung, um auch verbale Übergriffe effektiv zu dokumentieren und zur rechtlichen Verfolgung bereit zu stellen.
Trotz 3.000 gemeldeter körperlicher Übergriffe auf Mitarbeiter im letzten Jahr, ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, belastet ein bröckelndes Sicherheitsgefühl die Belegschaft. Dies wird von einer internen Umfrage der EVG unter 4.000 Mitarbeitenden untermauert, die das verschlechterte Sicherheitsgefühl offenlegt. Ein sichereres Arbeitsumfeld soll nun höchste Priorität haben.

