Schwächelnder Arbeitsmarkt: Arbeitslosenzahlen steigen im Dezember
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 23.000 Personen zugenommen und beläuft sich nun auf 2,908 Millionen. Dies sind 101.000 mehr Arbeitslose als im Dezember des Vorjahres, so die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 6,2 Prozent an. Diese Entwicklung markiert das höchste Niveau der Arbeitslosigkeit seit Dezember 2010, als 3,012 Millionen Menschen ohne Anstellung waren.
Andrea Nahles, Vorsitzende der Bundesagentur, kommentiert die Zahlen mit den Worten, dass dem Arbeitsmarkt weiterhin der wirtschaftliche Rückenwind fehle. Sie betont, dass die wirtschaftliche Schwäche auch zum Jahresende spürbar bleibe.
Die Statistik basiert auf Daten, die bis zum 11. Dezember erhoben wurden. Traditionell steigt die Arbeitslosigkeit im Dezember aufgrund der geringeren Neueinstellungen am Jahresende und der begrenzten Beschäftigungsmöglichkeiten in Außenberufen während der kalten Jahreszeit.
Nahles wies darauf hin, dass sich der Arbeitsmarkt im Laufe des Jahres schrittweise in eine ungünstige Richtung entwickelt habe. Dennoch könnte die Talsohle nun erreicht sein.
Ein weiteres Anzeichen für die sich verändernde Dynamik des Arbeitsmarkts ist der Rückgang der offenen Stellen. Im Dezember wurden 619.000 offene Stellen bei der Bundesagentur gemeldet, 35.000 weniger als im Vorjahr.
Eine zunehmende Zahl an Unternehmen meldete konjunkturelle Kurzarbeit an. Zwischen dem 1. und 29. Dezember waren 41.000 Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen. Bis zum Oktober 2025 wurden hochgerechnete Daten veröffentlicht, die zeigen, dass für 203.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld gezahlt wurde. Dies sind 15.000 mehr als im Vormonat, jedoch 56.000 weniger als im Oktober 2024.

