Dynamik und Zielstrebigkeit: Borussia Dortmunds Vorstoß in die Rückrunde
Borussia Dortmunds Ambitionen sind klar: Die Bundesliga-Rückrunde soll mit mehr Siegeswillen und Disziplin gestaltet werden, so äußerte sich der Sportdirektor des Vereins, Sebastian Kehl. In der bevorstehenden Partie gegen Eintracht Frankfurt hofft der Verein auf einen Auftaktsieg, um den vielversprechenden Kurs, der in der letzten Saison eingeschlagen wurde, fortzusetzen.
Nach einer turbulenten Phase zeichnet sich unter Trainer Niko Kovac, der mittlerweile für neue Stabilität steht, ein deutlicher Fortschritt ab. Bei einem Sieg gegen Frankfurt und dem anschließenden Spiel gegen Werder Bremen könnte Dortmund auf eine der erfolgreichsten Hinrunden seiner Vereinsgeschichte zurückblicken. Doch der Einsatz von Torhüter Gregor Kobel bleibt ungewiss, nachdem dieser krankheitsbedingt das Trainingslager in Marbella vorzeitig verließ.
Der Fokus liegt besonders auf der Offensivstärke, die in den vergangenen Spielen mit nur 26 Toren Optimierungspotenzial zeigte. Insbesondere der Stürmer Serhou Guirassy, dem bisher erst fünf Treffer gelangen, ist gefragt, seine Form wiederzufinden. Diese Thematik erörterte Kehl, betonte jedoch auch den bedeutenden Beitrag, den Guirassy trotz allem für das Team leistet.
Zwar hat Eintracht Frankfurt mit dem Erwerb des Stürmers Younes Ebnatoulib neue Impulse in der Offensive gesetzt, doch Borussia Dortmund plant keine Winter-Neuverpflichtungen. Stattdessen liegt der Fokus darauf, die vorhandenen Ressourcen zu maximieren, um Platz zwei in der Liga zu behaupten und die Teilnahme an der kommenden Champions-League-Saison zu sichern. Herausforderungen auf europäischer Bühne warten zudem mit Inter Mailand und Tottenham Hotspur.
Eine weitere Baustelle des Vereins betrifft das Image der Spieler, welches durch diverse Ego-Trips während der Hinrunde getrübt wurde. Insbesondere Serhou Guirassy und Karim Adeyemi standen in der Kritik, woraufhin Kehl klare Worte fand und entsprechende Maßnahmen einleitete.
Ein unklares Kapitel der nahen Zukunft bleibt die Personalie Nationalverteidiger Nico Schlotterbeck. Dessen auslaufender Vertrag birgt potenzielle Spannungen, sollte er nicht verlängert werden. Kehl unterstrich jedoch die konstruktiven Verhandlungen, die bislang stattfanden.

