Verhandlungsauftakt zwischen Deutsche Bahn und GDL ohne Durchbruch
Nach der ersten Verhandlungsrunde im Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) herrscht weiterhin Uneinigkeit. Trotz eines sachlichen und konstruktiven Gesprächs, wie von der Arbeitgeberseite betont, endete das Treffen ohne handfestes Ergebnis. Ein Angebot seitens der Bahn bleibt vorerst aus, stattdessen wurden die Forderungen der GDL detailliert diskutiert und ein Fahrplan für die kommenden Verhandlungen skizziert. Die Gespräche sollen am 22. Januar fortgesetzt werden. Den Beteiligten bleibt bis Ende Februar Zeit, um ohne Unterbrechung des Betriebs zu einer Einigung zu gelangen, da bis dahin eine Friedenspflicht gilt.
Ab März könnten Streiks drohen, sollten die Verhandlungen weiterhin ergebnislos bleiben. In der aktuellen Tarifauseinandersetzung verlangt die Gewerkschaft eine Gesamterhöhung der Vergütung um 8 Prozent. Diese soll sich zusammensetzen aus einer Entgelterhöhung um 3,8 Prozent; der Rest soll durch Änderungen im Tarifsystem realisiert werden, beispielsweise durch die Einführung einer neuen Tarifstufe. Die Gewerkschaft strebt eine Laufzeit des neuen Vertrages von zwölf Monaten an. Es handelt sich um die ersten Verhandlungen nach der Leitung von Claus Weselsky.

