Saros kämpft trotz starker Wertungen offenbar mit schwachen Verkäufen
Eigentlich bekam Saros nach Release viel Lob von Kritikern. Das neue PS5-Exclusive von Housemarque gilt für viele sogar als eines der stärksten Spiele des bisherigen Jahres. Trotzdem scheint das Spiel wirtschaftlich aktuell hinter den Erwartungen zurückzubleiben.
Laut ersten Analystenschätzungen soll sich Saros in den ersten zwei Wochen rund 300.000 Mal verkauft haben. Damit liegt das Spiel offenbar sogar leicht hinter Returnal, obwohl die PS5 inzwischen eine deutlich größere Nutzerbasis besitzt.
Der hohe Preis von Saros könnte ein großes Problem sein
Als möglicher Grund wird immer wieder der Preis genannt. Saros kostet zum Start rund 80 Euro und gehört damit zu den teuersten aktuellen PS5-Spielen. Gerade für ein vergleichsweise spezielles Action-Spiel scheint das laut Marktbeobachtern ein schwieriger Einstieg zu sein.
Hinzu kommt, dass das Genre selbst eher eine Nische bedient. Wie schon bei Returnal setzt Housemarque erneut stark auf schnelle Kämpfe, Roguelite-Elemente und anspruchsvolles Gameplay. Genau solche Spiele begeistern zwar viele Fans, erreichen aber oft kein ganz großes Mainstream-Publikum.
Auch Sonys Exklusiv-Strategie steht erneut im Fokus
Zusätzlich diskutieren derzeit viele über Sonys aktuelle Plattform-Strategie. Mehrere Berichte deuteten zuletzt darauf hin, dass große Singleplayer-Spiele wie Saros möglicherweise gar nicht mehr für den PC erscheinen sollen.

Saros – Bild: Sony
Gerade deshalb wird aktuell spekuliert, ob sich die reine PS5-Exklusivität negativ auf die Verkäufe auswirkt. Vor allem weil viele frühere PlayStation-Spiele auf Steam zusätzliche Millionenumsätze erzielen konnten.
Kritiker feiern das Spiel trotzdem weiterhin
Interessant bleibt dabei, dass die eigentliche Qualität von Saros kaum infrage gestellt wird. Viele Reviews loben vor allem das Kampfsystem, die Atmosphäre und die technische Präsentation des Spiels.
Besonders die Mischung aus Sci-Fi-Horror, Bullet-Hell-Action und modernerer Roguelite-Struktur kommt bei vielen Testern hervorragend an. Einige sprechen sogar bereits von einem möglichen Game-of-the-Year-Kandidaten.
Für Sony wird die Situation trotzdem spannend
Die aktuellen Zahlen könnten für Sony trotzdem unangenehm werden. Schließlich investiert der Konzern seit Jahren massiv in teure Prestige-Produktionen und First-Party-Exclusives.
Gerade deshalb dürfte jetzt genau beobachtet werden, wie sich Saros in den kommenden Monaten entwickelt. Denn langfristig könnte der Erfolg oder Misserfolg solcher Spiele direkten Einfluss auf Sonys zukünftige Strategie haben.


