Saros: Entwickler erklären Permanente Upgrades, Modifikatoren & deaktivierbare Freischaltungen
Housemarque hat mit Returnal bewiesen, dass ein Roguelite auch ohne Kompromisse bei der Zugänglichkeit funktionieren kann – und grandios scheitern lassen darf. Saros, der spirituelle Nachfolger, geht einen Schritt weiter und fragt: Was wäre, wenn du selbst entscheidest, wie viel Gnade du dir gönnst? Das neue permanente Fortschrittssystem des Spiels klingt auf den ersten Blick nach Komfortzonen – steckt aber voller Nuancen, die sowohl Einsteiger als auch hartgesottene Veteranen ansprechen dürften.
Der Passage: Permanente Upgrades, die Carcosa überlebbar machen
Im Herz des neuen Systems steht eine Anlaufstelle namens „The Passage“, an der Protagonist Arjun Devraj dauerhafte Verbesserungen freischalten kann. Dazu zählen Fähigkeiten wie „Second Chance“, die eine Wiederbelebung nach dem Tod ermöglicht, „Attribute Growth“, welche die maximale Rüstungsintegrität, Schutzschilde und Lucenite-Ausbeute erhöht, sowie weitere Upgrades, die das Spielerlebnis schrittweise zugänglicher machen. Doch Housemarque betont: Zugänglicher bedeutet nicht leichter. Beigeordneter Designdirektor Matti Häkli bringt es auf den Punkt – das permanente Fortschrittssystem soll das Spiel nicht trivialisieren, sondern mehr Handlungsspielraum geben. Ein subtiler, aber entscheidender Unterschied.
Carcosanische Modifikatoren statt klassischer Schwierigkeitsgrade
Anstatt auf das übliche Dreigespann aus einfach, normal und schwer zu setzen, geht Saros einen eigenen Weg: Sogenannte carcosanische Modifikatoren greifen tief ins Spielgefüge ein. Auf der einen Seite stehen Schutzmaßnahmen, die bestimmte Bedingungen abmildern oder klare Vorteile verschaffen. Auf der anderen Seite warten Prüfungen, die den Schwierigkeitsgrad spürbar anheben. Und wer das Maximum an Herausforderung sucht, kann die meisten permanenten Freischaltungen schlicht deaktivieren – ein selbstauferlegter Härtemodus, der vollständig in der Spielwelt verwurzelt ist und nicht als separater Menüpunkt wirkt. Diese Designentscheidung ist mutig und stimmig zugleich: Sie lässt dem Spiel seine Identität, ohne Neueinsteiger auszuschließen.
Biome erneut besuchen – mit echtem Grund
Neben dem Fortschrittssystem hat Housemarque auch die Erkundung neu gedacht. Saros erlaubt es dir, jederzeit in bereits besuchte Biome zurückzuteleportieren – sei es, um dort unterbrochene Spielstände fortzuführen, seltene Halcyon-Materialien für Upgrades zu farmen oder Audio-, Holo- und Textprotokolle aufzuspüren. Wie schon in Returnal können neue Fähigkeiten bisher verschlossene Bereiche zugänglich machen, was dem Backtracking eine organische Motivation verleiht, die sich nicht nach Pflichtprogramm anfühlt. Wer hingegen einfach effizienter werden will, darf sich ungestört dem Materialfarmen widmen. Diese Freiheit in der Herangehensweise ist eines der stärksten Signale, die Saros bislang sendet: Das Spiel vertraut dir. Es legt die Werkzeuge auf den Tisch und überlässt dir die Entscheidung, wie du damit umgehst. Saros erscheint für PS5 – und deutet an, dass es seinen Vorgänger in jeder Hinsicht übertreffen will.


