Saros bietet flexible Speicheroptionen, anpassbare Schwierigkeit und 30 Minuten Runs
Returnal war eines der faszinierendsten und gleichzeitig frustrierendsten Spiele der PlayStation-5-Generation – ein Roguelite, das viele bewunderten, aber nicht alle bezwingen konnten. Mit Saros schlägt Housemarque einen neuen Kurs ein: freundlicher, ohne weich zu werden. Was das konkret für das Spielerlebnis bedeutet, klingt nach einem durchdachten Balanceakt zwischen Zugänglichkeit und Substanz.
Speicherstände, Suspendieren und ein Bekenntnis zur Flexibilität
Creative Director Gregory Louden fasst die Lernkurve aus Returnal präzise zusammen: Viele Spieler liebten das Spiel, wollten aber weiter kommen. Das neue Ziel lautet daher nicht, den Schwierigkeitsgrad zu verwässern, sondern ihn anpassbar zu machen. Konkrete Maßnahmen: Ein Second-Chance-System erlaubt eine Wiederbelebung nach einem tödlichen Treffer. Dauerhafte Upgrades zwischen einzelnen Durchläufen ermöglichen einen spürbaren Fortschritt, der nicht mit jedem Tod verloren geht. Sogenannte Carcosan-Modifikatoren erlauben individuelle Schwierigkeitsanpassungen. Und wer Saros mittendrin unterbrechen muss, kann den aktuellen Durchlauf suspendieren und später nahtlos weiterspielen – ein Feature, das in Returnal erst nach dem Launch nachgereicht wurde und nun von Beginn an integriert ist.
Besonders markant ist die Entscheidung, mehrere Speicherslots anzubieten. Wer Returnal kennt, weiß, wie schmerzlich das Fehlen dieser Funktion war – wer von vorne beginnen wollte, musste seinen gesamten Fortschritt löschen. In Saros können mehrere Durchläufe parallel existieren. Design Director Mitja Roskaric bezeichnet das als spielentscheidend: Wer ein Leben führt, das wenig Zeit lässt, soll das Spiel trotzdem in einem eigenen Tempo erleben können.
Dreißig Minuten pro Run – der ideale Rhythmus
Ein weiteres zentrales Designelement ist die angestrebte Durchlauflänge von etwa 30 Minuten. Roskaric erklärt die Überlegung dahinter: Jeder Tod soll etwas hinterlassen – eine Lektion, eine Erkenntnis, einen Fortschritt. Kurze Runs ermöglichen es Spielern, diese Erkenntnisse in einem dichten Rhythmus zu akkumulieren. 30 Minuten sei der Punkt, an dem Herausforderung und Lernkurve am effektivsten ineinandergreifen.
Das deckt sich mit dem stärkeren narrativen Fokus, den Housemarque für Saros angekündigt hat: Wer mehr Spieler in die Geschichte einladen möchte, muss sicherstellen, dass die Geschichte erreichbar bleibt – auch für jene, die am Schwierigkeitsgrad des Vorgängers scheiterten. Wer hingegen maximale Herausforderung sucht, kann die meisten Unterstützungssysteme deaktivieren und sich dem puren Erlebnis aussetzen.
Technisch stark, DualSense voll integriert
Saros erscheint für PlayStation 5 und läuft auf der Basisversion der Konsole in 4K und 60 Bildern pro Sekunde – eine beachtliche technische Leistung. Details zu möglichen PlayStation-5-Pro-Verbesserungen stehen noch aus. Was bereits bestätigt ist: Das haptische Feedback und die adaptiven Auslöser des DualSense-Controllers sind vollständig integriert – ein Feature, das bereits Returnal zu einem der immersivsten Spielerlebnisse der Konsolengeneration gemacht hat und in Saros nahtlos weitergeführt wird.


