Sony verschweigt die ganze Wahrheit: PS Plus wird plötzlich auf allen Tarifen teurer
Erst hieß es, nur Essential-Neukunden zahlen mehr. Jetzt ist klar: Sony hat bei der Ankündigung der PlayStation Plus Preiserhöhung geschickt getrickst. Denn auch die Luxus-Tarife Extra und Premium werden kräftig angehoben – allerdings nur bei kürzeren Laufzeiten. Ein cleverer Schachzug, der vor allem eines verrät: wohin die Reise mit der PS6 gehen könnte.
Was Sony verschwieg: Extra und Premium ziehen nach
Die offizielle Kommunikation von Sony ließ zunächst nur aufhorchen, weil der Essential-Tarif für Neukunden teurer wurde – darunter fielen Ein- und Dreimonatsabos. Was in der Ankündigung unterging: PS Plus Extra und Premium werden ebenfalls teurer, wie ein genauerer Blick in die aktualisierten Preisübersichten zeigt. Ein Reddit-Thread zum Thema macht seit Tagen die Runde, und auch die Kollegen von Eurogamer bestätigen die Entwicklung.
Konkret sieht die PS Plus Preiserhöhung 2026 in Deutschland so aus:
| Tarif | Monat (alt/neu) | 3 Monate (alt/neu) | Jahr (unverändert) |
|---|---|---|---|
| Essential | 8,99 € → 9,99 € | 24,99 € → 27,99 € | 71,99 € |
| Extra | 13,99 € → 15,99 € | 39,99 € → 43,99 € | 125,99 € |
| Premium | 16,99 € → 18,99 € | 49,99 € → 54,99 € | 151,99 € |
Die Jahresabos bleiben also unangetastet. Das ist kein Zufall, sondern reine Preispsychologie: Wer ohnehin langfristig im PlayStation-Ökosystem steckt, wird belohnt. Wer flexibel bleiben will – oder nur gezielt für einzelne Spiele bucht – zahlt drauf.
Die teure Ironie: Sony erhöht, Microsoft senkt
Besonders brisant ist der zeitliche Kontext. Erst im März 2026 hatte Sony die Preise für PS5 und PS5 Pro angehoben – damals mit Verweis auf die „aktuellen Marktbedingungen“. Kaum zwei Monate später folgt der nächste Griff in die Tasche der Spieler. Und während Sony die Abo-Schraube anzieht, fährt die Konkurrenz einen komplett entgegengesetzten Kurs: Microsoft senkte im April 2026 die Preise für den Xbox Game Pass Ultimate von 29,99 US-Dollar auf 22,99 US-Dollar – ein klares Signal, dass man um die Gunst der Spieler kämpft. Die offizielle Mitteilung von Microsoft spricht von einer Reaktion auf das Feedback der Community, das man ernst nehme.
Sony scheint dagegen auf eine andere Strategie zu setzen. Wer einmal im Abo steckt, soll möglichst nicht mehr rauskommen. Wer bereits ein laufendes Essential-Abo besitzt, behält vorerst seinen alten Preis – kündigt er jedoch, ist der günstige Tarif für immer verloren. Wir haben dieses Modell bereits als perfide „Loyalitätsfalle“ bezeichnet – und diese Bewertung bestätigt sich nun.
Der Pflasterstein auf dem Weg zur PS6
Die Preiserhöhungen reihen sich ein in ein größeres Bild. Sony testet offenbar die Schmerzgrenze seiner Kunden, bevor der nächste Generationenwechsel ansteht. Mit Marvel’s Wolverine und Grand Theft Auto 6 vor der Brust – beides Blockbuster, die noch 2026 erscheinen sollen – weiß man die starke Position des PlayStation-Ökosystems auf der Inhaltsseite durchaus zu nutzen. Die Frage ist nur, wie lange die Spieler bereit sind, immer tiefer in die Tasche zu greifen.
Dass Sony nach dieser etwas unglücklich kommunizierten Preisschraube nun auch beim anstehenden State of Play am 2. Juni für klare Ansagen sorgen muss, versteht sich von selbst. Ein neuer Wolverine-Trailer allein wird nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Vertrauen in die Preispolitik des Unternehmens gerade einen Dämpfer bekommen hat.


