Marathon wird abgestraft: Destiny 2-Fans lassen Frust bei Bungie ab
Bungie steckt erneut mitten in einer Community-Krise. Nachdem das Studio angekündigt hat, dass Destiny 2 im Juni 2026 sein letztes großes Live-Service-Update erhält, reagieren viele Fans emotional. Der Frust richtet sich dabei nicht nur gegen Destiny 2 selbst, sondern auch gegen Marathon, Bungies neuen Extraction-Shooter. Auf Steam bekam der neue Titel der Halo-Macher (bis 2010) zuletzt spürbar mehr negative Bewertungen, weil langjährige Destiny-Spieler ihren Ärger über Bungies Kurs dort abladen.
Der Auslöser ist das Ende einer langen Ära. Bungie bestätigte, dass Destiny 2 am 09. Juni 2026 mit „Monument of Triumph“ sein letztes großes Inhaltsupdate erhält. Das Spiel bleibt danach zwar spielbar, aktive Live-Service-Updates enden aber. Für viele Fans ist das ein harter Einschnitt, weil Destiny 2 über Jahre hinweg nicht nur ein Spiel, sondern eine feste Gewohnheit war.
„Destiny 2-Aus“: Warum Marathon jetzt den Ärger abbekommt
Marathon steht für viele Spieler symbolisch für Bungies neue Richtung. Während Destiny 2 ausläuft, soll der neue Extraction-Shooter die Zukunft des Studios mittragen. Genau das macht die Lage so empfindlich. Viele Fans fühlen sich, als hätte Bungie seine alte Community aufgegeben, um ein riskantes neues Projekt durchzudrücken. Verschärft wird die Lage, da anscheinend kein Destiny 3 in Entwicklung ist.

Die glorreichen Zeiten von Destiny 2 sind vorüber. Bungie wird keine großen Inhaltsupdates mehr nach dem Juni 2026 bringen. – Screenshot: Bungie
Eine Rezession auf Steam fasst die Meinung einiger Bungie-Fans ziemlich gut zusammen: „Destiny ist dafür gestorben – für ein Spiel, das Mühe hat, 10.000 gleichzeitig aktive Spieler zu halten.
Die besten Zahlen von Marathon sind die schlechtesten von Destiny.“ – Wichtig: Marathon erhielt bei den kürzlichen Rezensionen ein „Größtenteils positiv“ von rund 3.300 Steam-Spielern. Das heißt das die Meisten, die dem neuen Bungie-Spiel eine Chance geben, auch wirklich Spaß daran haben!
Bungie im schiefen Licht?
Für Bungie kommt die Reaktion zur schlechtesten Zeit. Das Studio hatte nach Sonys Übernahme ohnehin mit Entlassungen, Projektproblemen und finanziellen Belastungen zu kämpfen. Dazu kommt, dass Marathon seit seinem Start gemischt aufgenommen wurde und nicht automatisch die Lücke füllt, die Destiny 2 hinterlässt.
Die Lage ist deshalb mehr als nur ein normales Review-Bombing. Es geht um Vertrauen. Destiny-Fans fragen sich, ob Bungie seine wichtigste Community wirklich verstanden hat. Marathon muss sich nun nicht nur als gutes Spiel beweisen, sondern auch gegen den Schatten eines sterbenden Live-Service-Giganten antreten. Laut den Daten von SteamDB.info hält der aktuelle Extraction-Shooter gerade einmal 11.795 Spieler im 24-Stunden-Peak. Zum Vergleich: Destiny 2 hat immerhin noch 14.657. Der Höhepunkt war vor mehr als 3 Jahren mit 316.750 gleichzeitigen Spielern (Echoes Update).


