R-Type Dimensions III im Test: Der Herr verzeiht, R-Type nicht!
R-Type Dimensions III ist ein Remake des Shoot-´em Up SNES-Klassikers. Es wurde mit der Erlaubnis von Rechteinhaber Irem von Tozai Games von Grund auf neu überarbeitet und von ININ Games für Nintendo Switch, PlayStation 5, Xbox Series X/S und Steam am 19.05.2026 veröffentlicht. Wir haben uns abermals in das Cockpit eines R-90 Kampfschiffs begeben und sind auf eine unmöglich zu meisternde Weltraummonsterjagd gegangen. Getestet wurde der Titel auf einer Nintendo Switch 2.

R-Type Dimensions III – Es ist schwer sich vorzustellen, dass man das in Pixeln dargestellt hat. – ©ININ Games; Bildquelle: nintendo.com
R-Type
Die R-Type-Reihe ist eine klassische Shoot-’em-up-Serie, welche für ihren extrem hohen Schwierigkeitsgrad bekannt ist. Die Titel sind nicht nur mit geschickten Reflexen zu meistern, sondern verlangen auch starkes Auswendiglernen, exaktem Timing und einer taktischen Waffenwahl. Damit haben sie sich von allen anderen damaligen Arcade-Shootern in den Spielhallen abgehoben. Der erste Teil war auf einem Videospielautomaten im Jahr 1987 zu finden und gilt als einer der wichtigsten Arcade-Titel überhaupt. Nach vielen Nachfolgern, sind wir nun in einer Ära, in welcher wir grandiose Remakes dieser besonderen Videospielklassiker erhalten.

R-Type Dimensions III – Nicht nur die Gegner, sondern auch die Raumschiffe im Hintergrund sind ein Problem. – ©ININ Games; Bildquelle: nintendo.com
Außer Kontrolle
Die Story von R-Type Dimensions III ist schnell erzählt: in der fernen Zukunft bedroht das Bydo-Imperium abermals die Menschheit. Bydo ist eine bio-mechanische Lebensform, welche alles was sie erreicht korrumpieren und absorbieren kann. Sie existiert jenseits des normalen Raums und versucht unaufhörlich in die menschliche Realität einzudringen. Um diese alles vernichtende Bedrohung abzuwenden, hat das Erdraumkorps ein eigenes Kampfschiff namens R-90 Ragnarok entwickelt, mit welchem man nicht nur in die Tiefen des Alls, sondern auch in die Bydo-Dimension vordringen kann. Damit erhofft sich die Menschheit, dass damit das Herz des schrecklichen Imperiums zerstört werden kann.
Visuelles Remake
Bei dem Remake von R-Type Dimensions III handelt es sich um den dritten Teil, welcher mit dem Titel R-Type III: The Third Lightning 1993 für das SNES erschienen war. Das Menü ist immer noch sehr einfach gehalten. Sobald man aber das Spiel aber startet, staunt man nicht schlecht. Das Remake sieht extrem gut aus. Dabei wurde aber dennoch die Steuerung, die Gegner und vor allem die Schwierigkeit so nah wie möglich originalgetreu gehalten. Wer dem nicht glaubt, der kann per Knopfdruck sofort zur klassischen Pixelversion wechseln. Der Wechsel erfolgt aber nicht abrupt, wie man es sonst gewöhnt ist, sondern ganz smooth mit einer zeitlichen Verzögerung. Ein spaßiger 2-Spieler-Modus wurde im Vergleich zum Original ebenfalls ergänzt. Dennoch beinhaltet dieses Remake erschreckend wenig neue Modi – was sehr schade ist.

R-Type Dimensions III – Noch nicht viele Spieler haben es so weit geschafft. – ©ININ Games; Bildquelle: nintendo.com
Der Herr verzeiht, R-Type nicht!
Beim Schwierigkeitsgrad von R-Type Dimensions III steht Normal und Advanced zur Auswahl. Übersetzt in der Sprache vn R-Type bedeutet das Pest oder Cholera, denn nur ein Treffer bedeutet den Tod. Zumindest gibt es Checkpoints, allerdings sind alle gesammelten Power-Ups verschwunden. Aus diesem Grund existiert nun, neben dem unverzeihlichen Classic Modus, zusätzlich der Infinity Modus. Dieser ermöglicht ein Respawnen an der gescheiterten Ort und Stelle. Auch die Power-Ups bleiben erhalten. Die Lebensanzahl ist unendlich. Gefühlt ein God-Mode, welcher die meisten Spieler des Titels davon abhalten wird ihre Konsolen in hohem Bogen aus dem Fenster zu werden und bösartige E-Mails an ININ Games zu schreiben. Zudem können so die meisten Spieler in Tiefen des Titels vorrücken, welche sie sonst niemals zu Gesicht bekommen würden.
Für die Fans
Das Team von R-Type Dimensions III hat zudem nicht auf die größten R-Type Fans vergessen. So gibt es den Titel sogar in Sammlereditionen inklusive einem detaillierten Diorama des ikonischen Bossfights für die Regale Zuhause. Nur bei der Nintendo Switch Version muss man aufgrund von Produktionsproblemen der physischen Titel leider noch 3 Monate länger darauf warten.

R-Type Dimensions III – Standbilder werden diesem Remake nicht gerecht, man sollte das Gameplay in Action erleben. – ©ININ Games; Bildquelle: nintendo.com
Fluch und Segen
Wie bereits erwähnt ist die Grafik von R-Type Dimensions III eine Offenbarung! Sehr selten hat ein Klassiker in neuem Gewand so gut ausgesehen. Nicht nur wurde der Titel in 3D komplett neu aufgebaut, auch moderne Effekte und Beleuchtung wurden implementiert. Leider verdecken diese wichtige Informationen des Spielgeschehens, wie die unzähligen Schüsse von Gegnern. Auch die für das Spiel wichtigen Trefferboxen sind in den neuen Designs sehr schwer auszumachen. Wem das zu viel wird kann jederzeit in eine Oldschool Pixel Ansicht wechseln, in welcher diese Probleme alle passé sind. Eine weitere besondere grafische Neuerung ist die sogenannte Crazy Einstellung der Kamera, welche in 3D dynamisch kippt, aber bei so einem präzisen Spiel eher hinderlich ist, da dadurch die Orientierung erschwert wird.
Soundtrack des Scheiterns
Nicht nur die Grafik, sondern auch der Soundtrack von R-Type Dimensions III wurde von Grund auf überarbeitet. Dieses Mal ersetzen waschechte Instrumente, wie beispielsweise eingespielte E-Gitarren die Synthesizer von damals. Die Musik wirkt beim ersten Mal hören recht ungewohnt, da der Soundtrack längere Stücke beinhaltet. Sobald man aber feststellt, wie schwierig die Levels sind, freut man sich, dass diese eine musikalische Geschichte erzählen. Ob man möchte oder nicht – man wird die Musik sehr oft hören müssen.
Fazit zu R-Type Dimensions III
R-Type Dimensions III ist alles was ein Remake eines Videospielklassikers sein soll. Es ist nicht nur optisch in der Gegenwart angekommen, sondern die Designs sind erschreckend schöner denn je. Gleichzeitig geht nie der Geist des Originals verloren. Für masochistische R-Type Fans gibt es 2 unverzeihliche Schwierigkeitsgrade. Der Infinty Modus ist aus diesem Grund sehr willkommen, packt aber so wie er ist, die Spieler aber zu sehr in Watte. Ein Mittelweg wäre hier wünschenswert.
Weitere Kritikpunkte sind, dass die neuen Effekte und Explosionen die unzähligen Schüsse überdecken, sodass man nicht sieht was auf einen zukommt. Auch die Trefferboxen sind im neuen Design sehr schwer auszumachen. Updates könnten diese Probleme aber locker richten. Abgesehen davon, lässt sich der Titel wie folgt zusammenfassen: 1000 Mal sterben und trotzdem Spaß haben. Das schafft nur ein R-Type Titel.
Quelle: youtube.com via iningamesofficial



