RWE-Aktien unter Druck: Kursverluste nach Citigroup-Analyse
Die aktuelle Einschätzung der Citigroup sorgt für Unruhe bei den Aktien des Energieriesen RWE. Die Entscheidung der renommierten Bank, ihre Kaufempfehlung für RWE zurückzuziehen, führte dazu, dass der Aktienkurs am Donnerstag zeitweise deutlich sank. Im Laufe des Vormittags gelang es jedoch, die Verluste zu verringern, und der Abschlag belief sich zuletzt auf moderate 0,7 Prozent bei einem Kurs von 40,21 Euro. Der zwischenzeitliche Sturz von 2,8 Prozent brachte den Kurs unter die wichtige 21-Tage-Linie, einen Indikator für kurzfristige Entwicklungen, den die Aktien zuletzt erfreulich durchbrochen hatten. Erst kürzlich hatte RWE ein neues Jahreshoch erklommen, das seit Anfang 2024 nicht mehr gesehen wurde.
Analyst Piotr Dzieciolowski von der Citigroup führt den bisherigen Anstieg der Aktien unter anderem auf die Hoffnung auf größere Aktienrückkäufe zurück. Allerdings warnt Dzieciolowski, dass derartige Rückkäufe wohl nur in Betracht kommen, wenn die Kapitalausgaben reduziert werden. Trotz der soliden Bilanz und des Potenzials, geplante Investitionen zu finanzieren, sieht er die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung der Rückkäufe bis März 2026 als gering an. Dies vor dem Hintergrund erwarteter Rückstellungen in Höhe von fünf Milliarden Euro, die hauptsächlich für den Rückbau von Braunkohlekraftwerken bis 2030 vorgesehen sind.

