Warum der Bitcoin-Kurs die Marke von $94.000 durchbrechen konnte

Bitcoin hat das Jahr 2026 positiv begonnen und die Marke von $94.000 im Januar überschritten. Diese Kurssteigerung ist auf eine Kombination aus veränderten Marktkräften zwischen Kauf- und Verkaufsdruck, wachsendem institutionellen Interesse, stabilisierenden On-Chain-Signalen und unerwarteten politischen Entwicklungen in Venezuela zurückzuführen, die das Interesse an risikobehafteten Anlagen gesteigert haben.
Geopolitische Risikobereitschaft und institutionelle Kapitalflüsse
Ein wesentlicher Faktor für den Anstieg von Bitcoin auf .000 war die gestiegene Risikobereitschaft der Investoren auf den globalen Märkten, die teilweise durch dramatische politische Entwicklungen in Venezuela beeinflusst wurde. Die Nachricht von der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte löste eine Kettenreaktion an den Aktien-, Rohstoff- und Kryptomärkten aus und verstärkte die Risikobereitschaft der Händler. Besonders interessant sind Gerüchte über einen möglichen venezolanischen Bitcoin-Reservebestand von $60 Milliarden.
Diese gestiegene Zuversicht führte zu einer Rückkehr institutionellen Kapitals in Bitcoin. US-basierte Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten zu Beginn des Jahres 2026 erhebliche Nettozuflüsse, mit $116,95 Millionen am Freitag, den 2. Januar, und $123,52 Millionen am Montag, den 5. Januar. Diese Zuflüsse trugen dazu bei, den Bitcoin-Kurs wieder in den niedrigen $90.000-Bereich zu heben und boten Käufern nach der Feiertagspause eine Einstiegsmöglichkeit.
On-Chain-Metriken zeigen veränderte Marktdynamik
Analysedaten von Glassnode zeigen, dass sich die Marktstruktur von Bitcoin im Bereich von $80.000 bis $95.000 stabilisiert, der Verkaufsdruck nachlässt und die Dynamik sich erholt. Momentum-Indikatoren wie der Relative Strength Index haben sich in einen oberen neutralen Bereich bewegt, was auf ein Aufwärtspotenzial hindeutet. Die Spot-Liquidität hat sich leicht erhöht, ohne Anzeichen spekulativer Exzesse.
Glassnode stellte fest, dass das Open Interest vorsichtig wieder aufgebaut wird und die Optionsmärkte auf kurzfristige Volatilität hindeuten, was sowohl auf eine zunehmende Beteiligung als auch auf eine anhaltende Sensibilität gegenüber Gewinnmitnahmen hinweist. Die On-Chain-Aktivität zeigt auch eine Verringerung der Verkaufsaggression bei gleichzeitig leicht verbesserten Spot-Volumina. Allerdings bleibt die strukturelle Nachfrage gedämpft, was die Erholung über $90.000 als fragil erscheinen lässt.
Diese On-Chain-Aktivitäten, zusammen mit den Nachrichtenereignissen, halfen Bitcoin, ein technisches Hindernis bei $90.000 zu überwinden, das im Dezember 2025 als Widerstand diente. Die Frage ist nun, ob dieser Anstieg den Beginn eines nachhaltigen Aufwärtstrends über $100.000 signalisiert oder nur einen vorübergehenden Höhepunkt in einem weiterhin ungleichmäßigen Marktumfeld darstellt. Zum Zeitpunkt des Schreibens wird Bitcoin bei $92.780 gehandelt, was einem Rückgang von 0,5 % gegenüber seinem Tageshoch von $94.343 entspricht.

