EU-Ratspräsident Costa stärkt Grönland den Rücken
EU-Ratspräsident António Costa hat Grönland und Dänemark Unterstützung zugesichert, angesichts des erneuten US-Anspruchs auf die größte Insel der Erde. 'Grönland gehört seinem Volk, und Entscheidungen über Dänemark oder Grönland können nicht ohne deren Einwilligung getroffen werden', betonte Costa bei der Eröffnungsfeier der zyprischen EU-Ratspräsidentschaft in Nikosia.
Er bekräftigte, dass die EU hinter beiden Ländern steht. Europa sei ein Kontinent der Werte, deren Verteidigung von größter Wichtigkeit sei. Costa stellte klar, dass die EU Verletzungen des Völkerrechts in keiner Region tolerieren kann, sei es in Zypern, Lateinamerika, Grönland, der Ukraine oder in Gaza. Die Union werde als entschlossener Fürsprecher des Völkerrechts und des Multilateralismus auftreten, unterstrich der EU-Ratspräsident.
Die USA haben zuletzt ihr Interesse an Grönland bekräftigt, wobei ein Militäreinsatz zur Annexion nicht ausgeschlossen wurde. Zudem gibt es Berichte, dass Außenminister Marco Rubio den Kauf der großen Arktisinsel favorisiert. Grönland, mit seinen knapp 56.000 Einwohnern weitgehend autonom, steht jedoch offiziell unter der Verwaltung des Königreichs Dänemark.
Zypern, mit einer Bevölkerung von etwa einer Million, hat am 1. Januar die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Der Rhythmus der Präsidentschaftswechsel sieht einen Halbjahresturnus vor, weshalb Dänemark diese Rolle zum Jahresende abgegeben hat.

