Russlands Arktis-Offensive: Neuer Atomeisbrecher 'Stalingrad' in Bau
Trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen in Folge des anhaltenden Konflikts mit der Ukraine treibt Russland seine Ambitionen in der Arktis voran und hat den Bau eines neuen Atomeisbrechers in Angriff genommen. Präsident Wladimir Putin betonte die strategische Bedeutung der Arktis und nahm virtuell an der Kiellegung des Schiffes 'Stalingrad' in St. Petersburg teil. Der neue Atomeisbrecher trägt einen geschichtsträchtigen Namen, der an die markante Schlacht des Zweiten Weltkriegs erinnert.
Mit acht Schiffen verfügt Russland über die weltweit größte Flotte von Atomeisbrechern und nutzt diese zur Unterstützung seiner territorialen Ansprüche in der Arktis gegen internationale Konkurrenten wie die USA. Putin hob die historische Verantwortung hervor, Russlands Einfluss im Norden auszubauen, ungeachtet der bestehenden wirtschaftlichen und finanziellen Belastungen, die durch westliche Sanktionen verstärkt werden könnten.
Neben dem neuen Eisbrecher 'Stalingrad' sind derzeit auch die Schiffe 'Leningrad' und 'Tschukotka' in Bau. Ziel der Flottenexpansion ist es, die Handelsroute der Nordostpassage zwischen Europa und Asien zukünftig ganzjährig befahrbar zu machen. Diese Seeverbindung verkürzt Handelwege signifikant, bleibt jedoch über weite Teile des Jahres von Eis blockiert.
Der Veteran und Teilnehmer der Schlacht von Stalingrad, Pawel Winokurow, beteiligte sich ebenfalls an der Zeremonie und übergab symbolisch eine Kapsel mit Erde des Mamajew-Hügels für die 'Stalingrad'. Der Hügel ist eine bedeutende Gedenkstätte für die historische Gegenoffensive der Roten Armee, die im November 1942 begann und als Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg gilt.

