Reanimal bekommt Friend Pass – aber vielleicht nicht zum Launch
Es ist die Frage, die die Community seit Monaten umtreibt: Wird Reanimal, das neueste Horror-Abenteuer der Little Nightmares-Schöpfer von Tarsier Studios, einen Friend Pass bekommen? Die Antwort ist endlich da – und sie ist gleichzeitig beruhigend wie frustrierend. Ja, es wird einen Friend Pass geben, mit dem du jemanden zum gemeinsamen Spielen einladen kannst, selbst wenn diese Person das Spiel nicht besitzt. Doch es gibt einen Haken: Tarsier Studios kann nicht garantieren, dass dieses Feature bereits zum Launch am 13. Februar 2026 verfügbar sein wird. Das Studio arbeite „intensiv daran“, den Friend Pass „so schnell wie möglich“ bereitzustellen, heißt es in einer Ankündigung auf Twitter und Discord. Weitere Details sollen in den kommenden Wochen folgen. Aber was bedeutet das für alle, die sich schon auf den gemeinsamen Grusel-Trip gefreut haben?
Der Friend Pass: Ein Feature, das Co-Op revolutioniert
Wer It Takes Two oder Split Fiction von Hazelight Studios gespielt hat, kennt das Konzept bereits: Der Friend Pass erlaubt es dem Besitzer des Spiels, einen Freund oder eine Freundin kostenlos in den Online-Koop einzuladen – ohne dass diese das Spiel selbst kaufen müssen. Das ist nicht nur großzügig, sondern auch genial, denn es senkt die Einstiegshürde erheblich. Gerade bei einem narrativen Horror-Erlebnis wie Reanimal, das auf atmosphärische Spannung und gemeinsames Überleben setzt, kann ein solches Feature den Unterschied zwischen einem einsamen Durchgang und einem unvergesslichen Gemeinschaftserlebnis ausmachen.
Doch die Tatsache, dass der Friend Pass möglicherweise nicht zum Launch verfügbar sein wird, trübt die Vorfreude. Tarsier Studios betonte auf Discord, man könne die Verfügbarkeit am Tag Eins nicht garantieren, arbeite aber mit Hochdruck daran. Was fehlt, ist ein konkretes Datum oder wenigstens ein ungefährer Zeitrahmen. Soll man nun vorbestellen und darauf hoffen, dass der Pass innerhalb weniger Wochen nachgereicht wird? Oder wartet man ab und riskiert, den Launch-Hype zu verpassen?
Solo-Spielbarkeit: Kein Dealbreaker, aber…
Eines muss man Tarsier Studios zugutehalten: Reanimal ist komplett solo spielbar. Ähnlich wie bei Little Nightmares 3 ist der Koop-Modus eine Option, keine Pflicht. Wer also niemanden zum gemeinsamen Spielen hat oder einfach die düstere Atmosphäre allein erleben will, kann das problemlos tun. Das Spiel wurde so designt, dass es sowohl allein als auch zu zweit funktioniert – die Story passt sich an, und die Rätsel lassen sich in beiden Modi lösen.
Dennoch fühlt sich das Fehlen des Friend Pass zum Launch wie eine verpasste Chance an. Gerade Horror-Spiele profitieren enorm von der Ko-Präsenz eines Mitspielers. Das gemeinsame Durchatmen nach einem Jump-Scare, das kollektive Grübeln über ein Rätsel oder die gegenseitige Ermutigung in besonders bedrückenden Momenten – all das macht den Koop-Modus zu etwas Besonderem. Und mit dem Friend Pass hätte Tarsier die Möglichkeit, diese Erfahrung einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Gold-Status und Couch-Koop auf Switch 2
Immerhin gibt es auch gute Nachrichten: Reanimal hat im Dezember 2025 den Gold-Status erreicht, was bedeutet, dass die Entwicklung abgeschlossen ist und der Release am 13. Februar 2026 für Xbox Series X/S, PC, PS5 und Nintendo Switch 2 gesichert scheint. Besonders interessant ist die Unterstützung für Couch-Koop, die es auf der Nintendo Switch 2 geben wird. Das unterscheidet Reanimal von Little Nightmares 3, das keinen lokalen Koop bietet. Gerade auf Nintendos Hardware, die traditionell stark auf gemeinsames Spielen im Wohnzimmer setzt, könnte sich das als Verkaufsargument erweisen.
Die Demo, die bereits auf PC, PlayStation und Xbox verfügbar war, ist kürzlich auch für die Switch 2 erschienen. Wer sich unsicher ist, ob Reanimal das Richtige ist, kann also bereits jetzt einen Vorgeschmack bekommen. Das Feedback zur Demo war überwiegend positiv, auch wenn viele Spieler bemängelten, dass die Atmosphäre stellenweise etwas zu sehr an Little Nightmares erinnere.
Neue Einblicke: Monster und Umgebungen, die das Fürchten lehren
Tarsier Studios hat kürzlich neues Gameplay-Material veröffentlicht, das bisher ungesehene Umgebungen und ein gigantisches Monster zeigt, das die Spielfiguren geradezu winzig erscheinen lässt. Die Ästhetik bleibt dem düsteren, leicht surrealen Stil treu, für den das Studio bekannt ist, doch Reanimal scheint in puncto Größenverhältnisse und Bedrohlichkeit nochmal eine Schippe draufzulegen. Die bisher gezeigten Kreaturen wirken weniger wie Märchenfiguren und mehr wie albtraumhafte Verzerrungen der Realität.
Ob das Spiel das Erbe von Little Nightmares würdig fortführen kann, wird sich zeigen. Die Erwartungen sind jedenfalls hoch, und der Friend Pass – sobald er verfügbar ist – könnte ein entscheidender Faktor sein, um Reanimal nicht nur als Einzelspieler-Erlebnis, sondern als gemeinschaftliches Horror-Highlight zu etablieren.


