Neue PS5-Entwicklerkit-Leaks deuten darauf hin, dass die PS6 nicht mehr weit entfernt ist
Sony schweigt offiziell zur PlayStation 6, aber die Hinweise aus dem Inneren des Entwicklerprozesses sprechen eine immer deutlichere Sprache. Ein neuer Bericht des bekannten Tech-YouTubers Moore’s Law is Dead beleuchtet aktuelle Leaks aus Sonys Entwicklerdokumentationen – und die zeigen, dass die nächste Konsolengeneration bereits tief in die aktuelle Infrastruktur eingebettet ist. Das trojanische Pferd, das Sony versteckt hat, könnte schon länger als vermutet aktiv sein.
Power-Saver-Modus als Blaupause für die PS6-Handheld-Kompatibilität
Im Kern der neuen Leaks steht eine überarbeitete Diagramm-Darstellung aus Sonys Entwicklerkit-Dokumentation, die zeigt, wie der Prozessorkern-Einsatz zwischen dem normalen PS5-Modus und dem Power-Saver-Modus aufgeteilt wird. Während das normale PS5-System auf 13 von 16 Prozessorkernen für Spiele zurückgreift – die restlichen drei für Betriebssystemfunktionen – läuft der Power-Saver-Modus auf lediglich 8 aktiven Kernen, mit fünf ungenutzten Einheiten und drei für Systemfunktionen reservierten Kernen.
Das klingt zunächst technisch und wenig aufregend – ist es aber nicht. Denn die eigentliche Brisanz liegt in der Interpretation: Ein dedizierter Asset- und Textur-Paketierungssystem für den Power-Saver-Modus wurde nun in Sonys SDK 13 eingeführt. Entwickler können ab sofort spezifische Downloads für PS4, PS4 Pro, PS5, PS5 Pro und den Power-Saver-Modus separat konfigurieren. Laut einer Quelle von Moore’s Law is Dead würde das nur dann Sinn ergeben, wenn dieser Modus die Grundlage für eine völlig neue Konsole bilden soll – eine PS6-Handheld-Version, die mit deutlich weniger Prozessorleistung auskommt. Kleinere Texturen sparen nämlich keine Energie – sie signalisieren, dass eine andere Hardware damit laufen soll.
PlayGo und das Ende des Legacy-Supports
Neben der Power-Saver-Enthüllung taucht in den Leaks ein weiteres Feature auf: PlayGo. Gedacht als Sonys Antwort auf Microsofts Smart-Delivery-Funktion, die Spieler automatisch die richtige Version für ihre Konsole herunterladen lässt, deutet PlayGo darauf hin, dass Sony beim Generationenwechsel zur PS6 dieselbe nahtlose Erfahrung bieten möchte. Bereits in SDK 13 integriert, macht es klar, dass Sony aktiv an der Übergangstechnologie arbeitet.
Gleichzeitig hat Sony Entwickler aufgefordert, Legacy-Support für PSN-Funktionen in PS4-Spielen zurückzufahren. Ein unscheinbarer Hinweis – aber in Kombination mit den übrigen Leaks ein Signal dafür, dass Sony aktiv versucht, die Entwicklungskosten beim Generationsübergang zu begrenzen. Balloonierende Budgets beim Sprung von einer auf die nächste Konsolengeneration sind ein bekanntes Problem der Branche, und Sony scheint es diesmal strukturell angehen zu wollen.
PS6 „nicht viele Jahre entfernt“ – mit Vorsicht zu genießen
Moore’s Law is Dead fasst die Gesamtheit der Leaks mit einer klaren Einschätzung zusammen: Die PS6 sei „nicht viele Jahre entfernt“. Das steht im Kontrast zu Berichten, die eine mögliche Verschiebung über das ursprünglich geplante Zeitfenster um das Jahr 2027 hinaus andeuteten. Wie immer gilt: Leaks sind Leaks, und ohne offizielle Bestätigung ist Vorsicht geboten. Doch die technische Tiefe und Konsistenz dieser Informationen gibt ihnen ein Gewicht, das schwer zu ignorieren ist.


