Putin und US-Sondergesandter stehen vor bedeutsamem Austausch
Der Kreml hat bestätigt, dass ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff geplant ist. Dieses Treffen soll laut dem Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag stattfinden und findet sich bereits in Putins Terminkalender. Dieser Zusammenkunft wird sowohl von politischer Brisanz als auch von hoher diplomatischer Erwartung getragen.
Besonders bemerkenswert ist, dass neben Witkoff auch Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, anwesend sein wird. Der Wunsch zu einem Treffen kam auf Rückfrage aus Moskau, das von Witkoff als "wichtiges Signal" interpretiert wird, wie er in US-Medien verlauten ließ. Interessanterweise waren Witkoff und Kushner erst im Dezember letzten Jahres in Moskau, was dem aktuellen Treffen eine zusätzliche Bedeutungsebene verleiht.
Im Hintergrund dieser diplomatischen Aktivitäten steht die jüngste Teilnahme von US- und russischen Vertretern am Weltwirtschaftsforum in Davos. Dort hatten Witkoff, Kushner und der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew bereits informelle Gespräche geführt, um über die bilateralen Beziehungen und eine mögliche Friedenslösung für die Ukraine zu diskutieren. Während konkrete Ergebnisse im Anschluss an das Treffen noch nicht publik gemacht wurden, sprach Witkoff in einem Interview mit der russischen Zeitung „Iswestija“ von einer "sehr positiven Begegnung".
Präsident Trump strebt an, den langen Konflikt in der Ukraine zu einem Ende zu bringen. Bislang konzentrierten sich die diplomatischen Aktivitäten weitestgehend auf Verhandlungen mit der ukrainischen Regierung, wobei europäische Staaten sporadisch zu den Gesprächen hinzugezogen wurden. Russland selbst nimmt nicht direkt an den Runden teil, ist jedoch über Witkoff und Kushner intensiv eingebunden.

