Potenzieller US-Regierungseinstieg katapultiert Intel-Aktie nach oben
Der Kurs der Intel-Aktie ist sprunghaft gestiegen, nachdem Berichte über einen möglichen Einstieg der US-Regierung publik wurden. Bloomberg zufolge führt die Regierung von Donald Trump Gespräche über eine Beteiligung an dem strauchelnden Chip-Giganten. Ziel dieser Maßnahme sei die Unterstützung von Intels Bemühungen zur Erweiterung der Produktion in den USA.
Diese Überlegungen resultieren aus einem Treffen zwischen Präsident Trump und Intels CEO Lip-Bu Tan, wie aus gut informierten Kreisen verlautete. Die Einzelheiten einer möglichen Beteiligung sind jedoch noch unklar und stehen weiter zur Diskussion.
Intel hüllt sich derweil in Schweigen und reagierte auf eine Anfrage von Bloomberg eher zurückhaltend. Auch aus dem Weißen Haus hieß es bei CNBC, dass ohne offizielle Bestätigung Berichte über solche potenziellen Vereinbarungen als Spekulation betrachtet werden sollten.
Derweil hatte Trump den sofortigen Rücktritt des Intel-Chefs gefordert, nachdem ein US-Senator die Nähe des Unternehmens zu China kritisiert hatte. Lip-Bu Tan, der erst im März die Führung bei Intel übernommen hatte, werde laut Trump Vorschläge unterbreiten, die kommende Woche mit Regierungsvertretern ausgearbeitet werden sollen. Details dazu ließ Trump jedoch offen.
Probleme gibt es für Intel nicht nur im Wettbewerb um Marktanteile im Bereich der Künstlichen Intelligenz, wo Nvidia an Boden gewonnen hat, sondern auch im klassischen Geschäft mit PC-Prozessoren. Intel, einst unangefochtener Marktführer, steht derzeit massiv unter Druck. Bereits in anderer Branchenkonstellation hatte die Trump-Regierung in der Vergangenheit eine "goldene Aktie" erworben, wie im Fall der Übernahme von US Steel durch Nippon Steel, um amerikanische Interessen zu schützen.

