Pause in den Verhandlungen: Kiew reagiert nicht auf Moskaus Vorstöße
Der Kreml hat den Verhandlungsprozess um eine mögliche Friedenslösung mit der Ukraine als ausgesetzt erklärt. Grund sei der fehlende Wille der ukrainischen Führung, auf entscheidende Fragen Moskaus zu reagieren, so Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber einem kremlnahen Korrespondenten. Insbesondere blieben Antworten auf einen übergebenen Dokumentenentwurf sowie auf den Vorschlag zur Etablierung von drei Arbeitsgruppen aus.
Obwohl die russische Seite mit Optimismus auf den Geist von Anchorage verweist, bewertet Peskow die Entwicklungen aus Kiew als wenig ermutigend. Man hoffe weiterhin auf die politische Entschlossenheit von US-Präsident Donald Trump, der in Anchorage mit Kremlchef Wladimir Putin im August zusammentraf. Doch auch dieses Treffen führte nicht zu konkreten Fortschritten für eine schnelle Friedenslösung.
Seit über dreieinhalb Jahren erlebt die Ukraine die zerstörerische Gewalt des russischen Angriffskrieges. Die bislang in Istanbul geführten Verhandlungen führten zu Gefangenenaustauschen und der Rückgabe von Soldatenleichen, brachten aber keine nennenswerte Annäherung. Moskau hält weiterhin an seinen Maximalforderungen fest.

