Overwatch Rush: Blizzards neues Mobilspiel bringt bekannte Helden als Draufsicht-Erlebnis auf iOS und Android
Overwatch hat in den vergangenen Jahren so manche Wendung erlebt – doch nun schlägt Blizzard ein völlig neues Kapitel auf. Mit Overwatch Rush kündigt das Studio einen eigenständigen Ableger an, der das Universum des beliebten Heldenschützen auf Mobilgeräte bringt. Was dabei herauskommt, ist jedoch alles andere als eine einfache Portierung – und dürfte so manchen Kenner der Reihe überraschen.
Kein Ego-Perspektive, kein PC – Overwatch Rush denkt komplett neu
Overwatch Rush wurde von Grund auf für Mobilgeräte entwickelt und bricht dabei bewusst mit der gewohnten Formel: Statt der bekannten Ego-Perspektive erwartet dich eine Vogelperspektive mit Doppelstick-Steuerung, die dem Spielgefühl eines klassischen Gefechtsarena-Titels deutlich näherkommen soll als dem Original. Das klingt zunächst ungewohnt, macht bei genauerem Nachdenken jedoch Sinn – schließlich ist eine Steuerung per Bildschirmberührung in der Ego-Ansicht seit jeher eine Herausforderung, die kaum ein Mobilspiel überzeugend löst. Blizzard geht hier einen pragmatischen Weg und passt das Erlebnis konsequent an das Medium an. Einen Release-Termin gibt es bislang nicht, und auch ein weltweiter Testzugang ist noch nicht spruchreif.
Bekannte Gesichter, neues Format – 4-gegen-4 mit Helden wie Tracer und Reinhardt
Trotz des ungewohnten Formats bleibt Overwatch Rush dem Kern der Marke treu: Spielbare Helden wie Reinhardt, Mercy, Tracer und Soldier: 76 sind bereits bestätigt, und das Spielprinzip setzt auf kompakte 4-gegen-4-Gefechte. Erste Spielszenen zeigen zudem den Spielmodus „Hügel der Könige“ sowie die Karte Busan – beides bekannte Zutaten für Veteranen der Reihe. Weitere Inhalte und Ereignisse sollen schrittweise hinzukommen, wobei das Entwicklungsteam ausdrücklich auf Rückmeldungen der Gemeinschaft setzt, um künftige Funktionen zu gestalten. Das gilt auch für das Thema Monetarisierung: Als kostenloses Spiel mit freiwilligen Zusatzkäufen möchte Blizzard vermutlich auch aus den Fehlern vergleichbarer Titel lernen – Diablo: Immortal lässt grüßen.
Eigenes Team, kein Einfluss auf Overwatch – Blizzard zieht klare Grenzen
Wer nun befürchtet, dass die Mobilentwicklung auf Kosten des Hauptspiels geht, kann aufatmen: Overwatch Rush wird von einem eigenständigen, dedizierten Team innerhalb von Blizzard entwickelt und hat keinerlei Einfluss auf die Arbeit von Team 4, das weiterhin ausschließlich für Overwatch zuständig ist. Das Hauptspiel erlebt ohnehin gerade ein bemerkenswertes Comeback – fünf neue Helden haben frischen Wind in die Gefechte gebracht, und ein überarbeiteter Saisonplan verspricht noch mehr Inhalte für die bestehende Gemeinschaft. Overwatch Rush ist ausschließlich für iOS und Android geplant; eine PC-Umsetzung steht nicht zur Debatte.

