Norwegischer Öl-Fonds stimmt gegen Musks Milliardenpaket bei Tesla
Der weltweit größte Staatsfonds, der norwegische Öl-Fonds, setzt ein deutliches Zeichen gegen die geplante milliardenschwere Aktienvergütung für Tesla-Chef Elon Musk. Trotz der Anerkennung des immensen Mehrwerts, den Musk als visionärer Unternehmensleiter generiere, äußerte der Fonds Bedenken über die außergewöhnliche Höhe des vorgeschlagenen Vergütungspakets, so die Mitteilung zwei Tage vor der Tesla-Hauptversammlung.
Das zur Abstimmung stehende Paket könnte bei Erfüllung bestimmter Bedingungen, darunter die Verfünffachung des Börsenwerts innerhalb eines Jahrzehnts, Robotaxi-Flotten und KI-Roboterproduktion, die Summe von einer Billion Dollar erreichen. Tesla verstärkte den Druck auf seine Aktionäre, das Paket zu akzeptieren, da Musks künftige Position als CEO auf dem Spiel stehe, wie Verwaltungsratsvorsitzende Robyn Denholm betonte.
Der norwegische Öl-Fonds dient als Finanzpolster für kommende Generationen in Norwegen und wird von der Zentralbank verwaltet. Mit Investitionen in zahlreiche Unternehmen weltweit beträgt sein aktueller Wert über 1,8 Billionen Euro. Mit einem Anteil von zuletzt rund 1,1 Prozent an Tesla zählt der Fonds zu den zehn größten Anteilseignern des Unternehmens.
Das klare Votum gegen übermäßige Vergütungspakete ist nicht neu – bereits in den Jahren 2018 und 2024 wurden ähnliche Vorschläge für Musk abgelehnt.

