Neuseelands Supermarktgiganten im Visier der Wettbewerbsbehörde
Die neuseeländische Wettbewerbsbehörde hat rechtliche Schritte gegen Woolworths NZ und Pak'nSave-Filialen in Silverdale und Mill Street angekündigt. Es wird vermutet, dass die Supermärkte gegen das Gesetz über fairen Handel verstoßen haben, indem sie irreführende Werbeaktionen anboten und falsche Preise auszeichneten.
Anne Callinan, stellvertretende Vorsitzende der Kommission, betonte: "Kunden sollten darauf vertrauen können, dass der angezeigte Preis dem entspricht, was sie an der Kasse zahlen, und dass Sonderangebote wirklich besonders sind. Supermärkte sind seit langem darüber informiert, wie wichtig exakte und klare Preisauszeichnungen sind."
Woolworths NZ teilte mit, seit einiger Zeit mit der Kommission zusammenzuarbeiten und die rechtlichen Schritte zu überprüfen, sobald diese eingereicht sind. Ein Vertreter von Foodstuffs, der Muttergesellschaft von Pak'nSave und anderer neuseeländischer Lebensmitteleinzelhändler, bestätigte, dass die betreffenden Filialen umfassend mit der Behörde kooperieren.
Spencer Sonn, Geschäftsführer von Woolworths New Zealand, erklärte: "Wir wissen, wie wichtig es ist, dass unsere Kunden darauf vertrauen können, dass die von uns beworbenen oder auf unseren Regalen angegebenen Preise mit dem übereinstimmen, was sie an der Kasse zahlen. Falls Fehler auftreten, bieten wir unseren Kunden eine Rückerstattung an, bei der sie das Produkt behalten können."
Zusätzlich untersucht die Kommission andere Betreiber in der Branche. Pierre van Heerden, Kommissar für den Lebensmitteleinzelhandel, erörterte die Entwicklung eines obligatorischen Offenlegungsstandards, der die Erkennung und Behandlung von Branchentrends erleichtern soll.
Die Veröffentlichung eines Entwurfs hierfür ist für Anfang 2025 geplant. Im Juli 2024 meldete Woolworths New Zealand einen deutlichen Anstieg von Übergriffen in seinen Filialen im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022.

