Neues Kapitel für Rolf Benz: Ein deutsches Konsortium übernimmt Möbeltradition

Mit dem Kauf durch ein deutsches Konsortium kehrt der traditionsreiche Möbelhersteller Rolf Benz in heimische Hände zurück. Das Unternehmen aus Nagold, bekannt für seine hochwertigen Sofas und Sitzgruppen, wurde zuletzt von der Tochtergesellschaft Kuka Investment und Management des chinesischen Polstermöbelriesen Jason Furniture gehalten. Künftig wird der ehemalige CEO des Online-Brokers Flatexdegiro, Frank Niehage, das Ruder im Aufsichtsrat übernehmen. Er bringt internationale Erfahrung und unternehmerische Weitsicht mit.
Das Konsortium plant, die Marke Rolf Benz durch gezielte Investitionen und strategische Expansion zu stärken. Niehage betont, dass die exklusiven Werte der Firma, wie Designführerschaft und Premiumqualität, unangetastet bleiben. Der Vollzug der Transaktion ist für März vorgesehen, jedoch bleiben Kaufpreis und weitere Mitglieder des Konsortiums vorerst ungenannt.
Markantes Merkmal der Rolf Benz Möbel, insbesondere die Möglichkeiten zum individuellen Kombinieren von Sofaelementen, haben die Sitzgewohnheiten der Deutschen revolutioniert. Zu besonderem Ruhm gelangte das Unternehmen durch die beliebten Sofas, auf denen prominente Gäste bei der Kultsendung 'Wetten, dass..?' Platz nahmen. Trotz der wiederholten Besitzerwechsel bleibt die Identität mit ihren über 400 Mitarbeitenden erhalten. Vorstandschef Jürgen Mauß sowie Finanzchef Jens Hofmann werden auch künftig das operative Geschäft leiten und sind am Unternehmen beteiligt.
Eingeführt wurde das ikonische Design von Rolf Benz in den 60er Jahren, einem Unternehmen, das sich durch seine Innovationskraft und den mühelosen Übergang in die Premiumklasse einen Namen gemacht hat. Der im vergangenen Jahr verstorbene Gründer hat sein Lebenswerk bereits 1999 an Walter Knoll übergeben, wo sein Sohn Markus Benz heute die Geschicke lenkt.

