Neue Impulse für die Luftverteidigung der Ukraine: Pistorius spricht in Brüssel
Die Bemühungen zur Reinhaltung des ukrainischen Luftraums erhalten neuen Schwung. Verteidigungsminister Boris Pistorius plant eine Wiederbelebung der multinationalen Initiative „Immediate Action on Air Defense“, um die Luftverteidigungskapazitäten der Ukraine zu stärken. Wenige Tage vor dem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe in Brüssel stellte der SPD-Politiker die Notwendigkeit dieser Maßnahme heraus.
Zusätzlich betonte Pistorius, dass die Unterstützung für den Ausbau der Fähigkeiten zum elektromagnetischen Kampf ausgeweitet werde. Insbesondere Belgien, Estland, Italien, Schweden und die Türkei haben zugesagt, sich dieser wichtigen Mission anzuschließen. Diese Erweiterung zielt darauf ab, die Kommunikation der Ukraine zu sichern und die russische Kommunikation effektiv zu stören, während sie gleichzeitig einen besonderen Fokus auf die Drohnenabwehr legt.
Pistorius unterstrich die Dringlichkeit des Handelns angesichts der intensiven russischen Luftangriffe auf die Ukraine, die tägliche Opfer unter der Zivilbevölkerung fordern. In Bezug auf die jüngsten Erfolge der Ukraine hob er die Zerstörung russischer Militärflugzeuge durch Drohnenangriffe sowie den Angriff auf die strategisch bedeutsame Krim-Brücke hervor, beides als herausragende Schläge im Konflikt.
Zusammen mit Verteidigungsministern aus Deutschland, Großbritannien und anderen Ländern wird nun daran gearbeitet, die militärische Unterstützung für die Ukraine weiter zu koordinieren. Auch der ukrainische Verteidigungsminister Rustem Umjerow nimmt an den Gesprächen teil, um die gemeinsame Strategie zur Abwehr russischer Angriffe weiter voranzutreiben.

