Neue Geschwindigkeitsrekorde: Deutsche Bahn erweitert Sprinter-Netz
Die Deutsche Bahn bringt mit dem neuen Fahrplan frischen Wind in ihr Fernverkehrsangebot. Ab Sonntag bietet der staatsnahe Konzern zusätzliche ICE-Sprinter-Strecken an, inklusive einer innovativen Verbindung zwischen Berlin und Stuttgart. Diese Strecke wird deutlich schneller als bisherige Verbindungen sein. Durch nur zwei Zwischenstopps in Nürnberg schafft der Sprinter die Strecke in unter fünf Stunden. Dies bedeutet einen Zeitgewinn von rund einer Stunde im Vergleich zu regulären Verbindungen.
Ein weiterer Ausbau erfolgt auf Strecken wie Berlin-München und Hamburg-Frankfurt (Main). Allerdings erfährt das Angebot auch Kürzungen. Etliche Verbindungen werden aufgrund von Bauarbeiten oder mangelnder Nachfrage gestrichen. So verschwinden beispielsweise die Sprinter zwischen Berlin und Köln. Zudem werden die Fahrten zwischen Leipzig und Nürnberg über Jena reduziert, da dort oft nur zehn Prozent der Sitzplätze besetzt sind.
Einen Schwerpunkt legt die Bahn auf den Halbstundentakt in Ballungsräumen. Es sollen künftig 21 Städte alle 30 Minuten von ICE-Zügen angefahren werden, was einer Verdopplung zum bisherigen Angebot entspricht. Besonders profitieren sollen Metropolen wie Hamburg, Berlin und München, zwischen denen neue halbstündliche Verbindungen entstehen.
Ein Blick in die Zukunft zeigt auch die Einführung des neuen ICE L, der mit stufenlosem Einstieg punktet. Diese Züge werden ab nächstem Jahr zunächst zwischen Berlin und Köln sowie auf der Strecke Frankfurt-Nordrhein-Westfalen-Sylt eingesetzt. Ein wichtiger Aspekt bleibt die Preisstabilität: Trotz gestiegener Kosten entschied sich die Bahn, die Ticketpreise im kommenden Jahr nicht zu erhöhen.

