High-End-Grafikkarte RTX 5090 wird offenbar noch teurer: Nvidia reagiert auf Speicherkrise
PC-Gaming war immer schon teurer als Konsolen, aber jetzt könnte es noch teurer werden. Laut einem Bericht von TechPowerUp.com bereitet Nvidia offenbar eine Preiserhöhung für die GeForce RTX 5090 vor. Grund sollen steigende Kosten für GDDR7-Speicher sein. Betroffen wären demnach nicht nur die normale RTX 5090, sondern auch die für China bestimmte RTX 5090D V2.
Die Information soll aus chinesischen Board-Channel-Quellen stammen. Nvidia habe seine Add-in-Board-Partner angeblich über höhere Preise informiert. Angeblich geht es um eine Erhöhung von rund 300 Euro. Das betrifft zunächst die Preise, zu denen Partner Chips und Speicherpakete beziehen. Ob und wie stark diese Kosten direkt an Endkunden weitergegeben werden, ist noch offen.
Warum ausgerechnet die RTX 5090 betroffen ist
Die RTX 5090 nutzt besonders schnellen und teuren GDDR7-Speicher. Genau dieser Speicher steht aktuell stärker unter Druck. Nvidia soll die Preisanpassung gegenüber Partnern mit gestiegenen GDDR7-Kosten begründen. Die offizielle unverbindliche Preisempfehlung muss sich dadurch nicht sofort ändern, aber Board-Partner wie ASUS, Gigabyte und Co könnten ihre Karten teurer anbieten.
Für Spieler ist das bitter, weil die RTX 5090 ohnehin kaum als günstige Grafikkarte gilt. Nvidia hatte die RTX-50-Serie Anfang 2025 vorgestellt. Die RTX 5090 startete damals mit einer Preisempfehlung von 1.999 Euro. In der Praxis lagen die Preise wegen knapper Verfügbarkeit und hoher Nachfrage aber oft deutlich darüber.

Nvidia-Grafikkarten sind bei PC-Spielern begehrt, da viele Entwickler ihre Spiele für diese Hardware anpassen. – Bild: Nvidia
Die Speicherkrise trifft nicht nur Grafikkarten, was bedeutet das für dich als PC-Spieler?
Der Hintergrund ist größer als nur eine einzelne GPU. Die Nachfrage nach Speicherchips ist stark gestiegen, unter anderem durch KI-Rechenzentren und professionelle Beschleuniger. Hersteller richten Kapazitäten stärker auf lukrative Speicherprodukte für KI und Server aus. Das hat Consumer-Hardware wie Grafikkarten, RAM-Kits oder SSDs indirekt teurer gemacht.
Kurzfristig dürfte vor allem die ohnehin teure High-End-Klasse betroffen sein. Wer eine RTX 5090 kaufen will, muss möglicherweise mit noch höheren Preisen rechnen.
Für normale Spieler ist die RTX 5090 zwar nicht die typische Massenkarte. Trotzdem ist die Entwicklung wichtig. Wenn GDDR7-Kosten weiter steigen, könnten später auch andere Modelle betroffen sein. Das würde PC-Upgrades noch preisintensiver machen.
Noch ist es kein offizieller Endkundenpreis
Wichtig bleibt: Nvidia hat bisher noch keine öffentliche Preiserhöhung für Endkunden angekündigt. Die aktuellen Berichte sprechen von höheren Kosten für Board-Partner. Das ist ein Unterschied. Trotzdem landen solche Erhöhungen oft früher oder später bei den Endkunden, besonders wenn die Nachfrage hoch und die Verfügbarkeit knapp bleibt.
Für den PC-Markt ist das kein gutes Signal. Die RTX 5090 war bereits zum Start ein Luxusprodukt. Wenn sie nun wegen steigender Speicherpreise noch teurer wird, zeigt das erneut, wie eng KI-Boom, Speicherknappheit und Gaming-Hardware inzwischen zusammenhängen. Künftige Grafikkarten könnten deshalb stärker auf KI-Upscaling setzen, um teuren Speicher und rohe Hardwareleistung teilweise auszugleichen. Auch im Konsolenmarkt zeichnet sich eine ähnliche Richtung ab: Bei der PS6 wird bereits spekuliert, dass Sony stärker auf KI-gestützte Technologien setzen könnte, um Bildrate und Grafikqualität zu verbessern, ohne die Hardwarekosten weiter explodieren zu lassen.


