Müller stärkt Marktposition durch Joghurt-Übernahme
Der bekannte Milchkonzern Müller hat grünes Licht vom Bundeskartellamt erhalten, um die Joghurtmarken Elinas und Lünebest sowie das dazugehörige Werk in Lüneburg von der Hochwald Foods GmbH zu übernehmen. Die Entscheidung stellt einen bedeutenden Schritt dar, denn Müller wird durch diesen Zusammenschluss seinen Marktanteil in bestimmten Joghurtsorten auf über 30 Prozent steigern.
Trotz dieser erheblichen Marktstellung sieht das Bundeskartellamt keinen Grund zur Untersagung. Präsident Andreas Mundt erläuterte, dass auch nach der Übernahme ein ausreichender Wettbewerb im Markt bestehen bleibt. Für den Lebensmitteleinzelhandel stünden immer noch genügend alternative Bezugsquellen zur Verfügung, was die Wettbewerbssituation stabil bleiben lässt.
Die Marken Lünebest und Elinas haben jeweils eine starke regionale Verwurzelung und sind insbesondere in Norddeutschland sowie für griechischen Joghurt bekannt. Die Produktion im Werk Lüneburg wird fortgeführt, und die 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort behalten ihre Arbeitsplätze. Die Expansion von Müller, die einst als kleine Molkerei begann, hat in den letzten Jahrzehnten beachtliche Ausmaße angenommen. Mit einem Jahresumsatz von 9,5 Milliarden Euro und Verkäufen in über 80 Länder hat sich die Müller-Gruppe international bestens positioniert. Das Unternehmen bleibt weiterhin in Familienbesitz und demonstriert damit seine starke Verwurzelung und Kontinuität.

