Milliardenforderung der deutschen Stromübertragungsnetzbetreiber an die Bundesregierung
Die Betreiber der deutschen Stromübertragungsnetze haben in einem Schreiben an das Wirtschaftsministerium zusätzliche Milliardengelder gefordert. Laut dem 'Handelsblatt' geht es dabei um eine Summe von 7,8 Milliarden Euro. Die Chefs der vier Übertragungsnetzbetreiber warnen in dem Schreiben vor einer 'fehlenden Liquidität' ab Juli und betonen, dass eine ausreichende Finanzierung und Umsetzung des dringend benötigten Netzausbaus sichergestellt werden müsse.
Konkret handelt es sich bei dem Finanzierungsbedarf um Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Übertragungsnetzbetreiber führen ein sogenanntes EEG-Konto für die Abwicklung des Fördersystems. Früher wurden Differenzen zwischen Ausgaben und Einnahmen über die EEG-Umlage von den Stromkunden finanziert. Allerdings wurde die EEG-Umlage abgeschafft und die Mittel kommen nun aus dem Bundeshaushalt.
Aufgrund des sinkenden Preisniveaus im Stromgroßhandel wird die Differenz zwischen den Einnahmen aus dem Verkauf des EEG-Stroms und den EEG-Vergütungen immer größer, berichtet das 'Handelsblatt'. Dadurch steigt der Finanzierungsbedarf der Netzbetreiber. In dem Schreiben fordern die Betreiber eine dringende Anpassung von Abschlagszahlungen für die Monate Februar und März.
Die Forderung der Netzbetreiber beläuft sich auf eine Summe von 7,8 Milliarden Euro. Das Schreiben wurde vor kurzem dem Wirtschaftsministerium überreicht und liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. (eulerpool-AFX)

