Macron warnt vor Konfrontation mit Russland: Balanceakt zwischen Stärke und Vorsicht
Europa blickt wachsam gen Osten. Angesichts der sich verschärfenden Spannungen mit Russland fordert Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine Politik der Besonnenheit. Während eines informellen EU-Gipfels in Kopenhagen betonte Macron die Notwendigkeit, Stärke zu zeigen, um Aggressionen abzuwehren und gleichzeitig Vorsicht walten zu lassen, um keine Eskalation heraufzubeschwören.
Macron sieht Russland seit mehreren Jahren als aggressiven Akteur auf der internationalen Bühne. Ob durch Cyberangriffe bei Wahlen, den militärischen Konflikt in der Ukraine, den Einsatz nuklearer Bedrohungen oder aktuell durch Provokationen im Luftraum – Frankreichs Staatschef skizziert ein komplexes Geflecht hybrider Gefahren, das Europa nicht unbeantwortet lassen könne.
Die EU-Staats- und Regierungschefs traten unter dem Eindruck jüngster Vorfälle, etwa russischer Luftraumverletzungen durch Kampfjets und Kamikaze-Drohnen, zusammen, um über gemeinsame Verteidigungsstrategien zu beraten. Ein zentraler Punkt des Treffens ist der Ausbau der Abschreckungs- und Verteidigungsbereitschaft der Europäischen Union.

