Jemens Regierung gelingt Rückeroberung strategisch wichtiger Regionen

Die international anerkannte jemenitische Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, hat jüngst bedeutende Erfolge bei der Rückeroberung von Gebieten erzielt, die vorübergehend in die Hände separatistischer Kräfte gefallen waren. Im Fokus dieser militärischen Errungenschaften steht die ölreiche Provinz Hadramaut, die sich bis an die saudi-arabische Grenze erstreckt, sowie Teile der Provinz al-Mahra. Beiden Arealen kommt strategische Relevanz zu, da sie nahezu die Hälfte der jemenitischen Landmasse ausmachen.
Der Südliche Übergangsrat (STC), ein separatistisches Bündnis, hatte diese Regionen seit Dezember unter seiner Kontrolle gehalten, unterstützt von den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese Verbindung zur STC war für die Emirate jedoch politisch heikel, da Saudi-Arabien, ein engverbundener Partner, von diesem Konflikt zunehmend unter Druck geriet. Der Entschluss der Emirate, alle militärischen Kräfte Ende des vergangenen Jahres abzuziehen, markierte einen Wendepunkt in dem Dauerkonflikt.
Die rivalisierenden Interessen der beteiligten Akteure sind bezeichnend für die Komplexität des jemenitischen Bürgerkriegs, der seit mehr als einem Jahrzehnt tobt. Während die Vereinigten Arabischen Emirate Sympathien für das Anliegen der STC, die Unabhängigkeit des Südens, hegen, bleibt Saudi-Arabien ein loyaler Unterstützer der Einheit des Jemen. Derweil bleibt die Huthi-Miliz mit Unterstützung des Iran im Norden des Landes am Ruder.

