Ausfall bei griechischen Flugsystemen führt zu internationalem Chaos

Am Sonntag erlebten Griechenlands Flughäfen ein unerwartetes Kommunikationsdesaster: Die zentrale Funkverbindung der Fluglotsen brach zusammen, was eine Umleitung sämtlicher internationaler Flüge zur Folge hatte. Weder untereinander noch mit den Piloten war Kommunikation möglich, und es dauerte mehrere Stunden, bis der Flugverkehr schrittweise wieder aufgenommen werden konnte.
Die griechische Behörde für zivile Luftfahrt (HCAA) identifizierte die Ursache bei den zentralen Funk- und Kommunikationssystemen im Kontrollzentrum des griechischen Luftraums. Erstmals zeigten sich technische Probleme in diesem Ausmaß, und die Untersuchung zur Ursache läuft weiter, was sowohl die nationale Cybersicherheitsbehörde als auch den griechischen Nachrichtendienst auf den Plan rief.
Ein Defekt an einem Funkmast etwa 60 Kilometer westlich von Athen wurde als möglicher Auslöser identifiziert, wobei sich Hinweise auf Sabotage aber nicht erhärteten. Der Verband der Fluglotsen wies jedoch Vorwürfe in Richtung veralteter Systeme zurück, was langjährige Forderungen nach einer Modernisierung unterstreicht.
Der Zwischenfall hatte weitreichende Folgen über die Landesgrenzen hinaus. Flightradar24 dokumentierte einen leeren griechischen Luftraum, während über den Nachbarländern reger Flugverkehr stattfand.
Besonders betroffen waren die Flughäfen in Athen, Thessaloniki und Heraklion, die mit ausländischen Besuchern und Reisenden konfrontiert waren, die aufgrund der griechischen Feiertage unterwegs waren. Lautsprecherdurchsagen forderten geduldiges Warten, da alle Gates geschlossen blieben.
Auf Rhodos kehrten Touristen in ihre Unterkünfte zurück, nachdem ihnen mitgeteilt wurde, dass ihre Rückflüge erst am Montag stattfinden. Am Sonntagnachmittag war der Betrieb am Athener Flughafen Eleftherios Venizelos noch stark eingeschränkt und nur die Hälfte der üblichen Flüge konnte abgefertigt werden.

