Lufthansa feiert Jubiläum mit historischem Flugzeugensemble
Die Lufthansa plant, ihr kommendes Firmenjubiläum im April mit einem besonderen Highlight zu feiern: Das Unternehmen präsentiert am Frankfurter Flughafen zwei Flugzeugikonen der Vergangenheit. Der Rumpf einer Lockheed Super Star, ein Relikt aus den 1950er Jahren, erreichte in der Nacht per Schwertransport seinen neuen Standort. In unmittelbarer Nähe wird derzeit ein modernes Besucher- und Konferenzzentrum des MDax-geführten Unternehmens errichtet.
Gemeinsam mit einer historischen Junkers Ju 52 wird die Lockheed dort künftig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Interessant bleibt, dass Lufthansa über die entstehenden Kosten des Zentrums und die Investitionen in die Restaurierung der beiden Flugzeuge schweigt.
Beide Maschinen, die von der Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung stammen, sind nicht flugtauglich. Ursprünglich hegte Lufthansa Technik noch die Vision, mit der Super Star Nostalgie-Flüge anzubieten. Doch 2018 wurde das Vorhaben aufgrund der hohen technischen und finanziellen Anforderungen eingestellt.
Dank der umfassenden Restaurierung erstrahlt die Super Star heute in neuem Glanz und zeigt nicht nur im Cockpit, sondern auch in der Kabine originalgetreue Details. Interessanterweise setzte Lufthansa diese Maschine seit 1957 für Non-Stop-Transatlantikflüge mit maximal 99 Passagieren ein.
Neben diesem Flügelwunder der 50er Jahre ist die Junkers Ju 52 ein weiteres Highlight. Die 1936 gebaute "Tante Ju" flog bis 2018 noch Rundflüge bei Events wie dem Hamburger Hafenfest und soll nun ebenfalls ins neue Zentrum umziehen.
Der geschichtliche Exkurs der Lufthansa ins Jahr 1926 ist nicht unproblematisch. Die Vorgängerin, die Deutsche Luft Hansa Aktiengesellschaft, war stark mit der Aufrüstung des Deutschen Reiches verwoben und Teil des NS-Kriegsmaschinerie. Diese historische Bürde, geprägt durch den Einsatz von Zwangsarbeitern, trägt der Konzern im Bewusstsein seiner neuen Identität.
Erst 1955 starteten die Flugverbindungen der neu entstandenen Deutschen Lufthansa AG, die keinerlei rechtliche Verbindung zum ursprünglichen Unternehmen hat. Eine neue Chronik der Unternehmensgeschichte ist für März 2026 geplant.

