Alarmierende Zunahme von Cyberangriffen: BSI und Bankenverband warnen Bankkunden
Die wachsende Anzahl von Cyberangriffen stellt eine zunehmende Bedrohung für Bankkunden in Deutschland dar, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) feststellt. Claudia Plattner, die Präsidentin des BSI, betonte auf einer Veranstaltung des Bankenverbands die steigenden Fallzahlen. Trotz erheblicher Investitionen der Banken in Abwehrmaßnahmen, gehen viele Angriffe erfolgreich aus. Verbraucher sollten wachsam sein und bei zweifelhaften E-Mails oder Anrufen stets hinterfragen, ob ein Klick oder ein Rückruf wirklich notwendig ist. Erfreulicherweise zeigt sich eine Verlangsamung des Wachstums in der Anzahl dieser Cyberangriffe.
Ingrid Hengster, die Deutschlandchefin der Barclays Bank, warnt vor den zunehmend raffinierten Methoden der Betrüger. Sie sind äußerst geschickt darin, Vertrauen zu erschleichen, weshalb es umso wichtiger ist, Passwörter zu schützen und niemals preiszugeben. Angriffe betreffen sowohl ältere als auch jüngere Kunden. Mitarbeiter der Banken werden regelmäßig durch simulierte Angriffe geschult und geben Warnhinweise bei verdächtigen Transaktionen aus. Dennoch bleibt ein vollständiger Schutz eine Illusion.
Eine Umfrage des Bankenverbands aus dem Herbst 2025 zeigt das Ausmaß der Bedrohung: Fast ein Viertel der über 1.000 Befragten wurde in den letzten zwei Jahren Opfer eines gelungenen oder versuchten Online-Betrugs. Am häufigsten traten Probleme beim Online-Shopping, durch Phishing und Identitätsbetrug auf. Beim Phishing geben sich Kriminelle als vertrauenswürdige Institutionen aus, um über gefälschte Portale an sensible Daten zu gelangen.
Hermann-Josef Tenhagen von Finanztip mahnt zur Vorsicht, da betrügerische Überweisungen, speziell ins Ausland, die Strafverfolgung erschweren. Im Hinterkopf sollte stets bleiben: Eine gesunde Portion Misstrauen kann vor Schaden bewahren.

