Kraftakt auf der Straße: Autobahn GmbH vor möglichen Warnstreiks
Nach einem erfolglosen Auftakt der Tarifverhandlungen zwischen der Autobahn GmbH des Bundes und den Gewerkschaften Verdi sowie dem dbb beamtenbund drohen Autofahrern Einschränkungen durch angekündigte Warnstreiks. Der Verdi-Gewerkschaftssekretär Martin Krupp zeigte sich enttäuscht über die mangelnde Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeberseite und unterstrich die Notwendigkeit eines deutlichen Entgeltangebots, um die Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn und einem Mindestbetrag von 300 Euro zu unterstützen.
In den Gesprächen bemängelte Krupp, dass trotz eindringlichem Nachfragen keine substanzielle Offerte zur Gehaltsanpassung vorgelegt wurde. Er betonte, dass die Branchenvertreter bis zur nächsten Runde im Februar gefordert seien, konkrete Zahlen auf den Tisch zu legen, um weitere Arbeitskampfmaßnahmen möglichst zu vermeiden. Die Autobahn GmbH bedauerte die vorzeitige Unterbrechung der Verhandlungen und betonte das Ziel, zukunftsfähige und verantwortungsvolle Lösungen für die rund 15.000 Beschäftigten zu erarbeiten, die sowohl deren Leistungen anerkennen als auch die finanziellen Rahmenbedingungen eines öffentlichen Unternehmens respektieren.
Auch vom dbb-Verhandlungsführer Andreas Hemsing wurden Warnstreiks nicht kategorisch ausgeschlossen. Obwohl es nicht der Stil des dbb sei, gleich zu Beginn der Verhandlungen über Streiks zu sprechen, zeigten die fehlenden Angebote der Arbeitgeberseite, dass eventuell ein deutliches Signal nötig sei, um Bewegung in die Verhandlungen zu bringen.

