Langzeitstudie zeigt: Wer Eier isst, hat wohl niedrigeres Risiko für Alzeimer
Sind Eier nun gesund – oder nicht? Eine Langzeitstudie, die im Jahr 2002 startete, deutet stark darauf hin, dass der regelmäßige Konsum dem Gehirn guttut. Teilnehmer, die angaben, regelmäßig Eier zu verzehren, erkrankten deutlich seltener an Alzheimer als Menschen, die auf Eier verzichten. Doch es besteht noch Klärungsbedarf.

Studie fand ausschließlich mit Adventisten statt
Eines vorweg: An der »Adventist Health-2«-Studie in den USA nahmen ausschließlich Adventisten teil. Mitglieder dieser religiösen Gruppe rauchen deutlich weniger und trinken nur selten Alkohol, deshalb könnte das Ergebnis in Bezug auf die Gesamtbevölkerung etwas abweichend sein. Allerdings haben die Wissenschaftler der Loma University in Kalifornien bereits verzerrende Faktoren wie Altersstruktur, Ernährung, diverse Erkrankungen sowie Alkohol- und Tabakkonsum herausgerechnet. Der Zusammenhang zwischen dem regelmäßigen Eierkonsum und dem Auftreten von Alkohol blieb dabei trotzdem bestehen.
39.500 Teilnehmer – 2.858 erkrankten an Alzheimer
An der Studie nahmen 39.500 Menschen mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren teil. Rund 15 Jahre wurden die Probanden durchschnittlich wissenschaftlich begleitet, 2.858 von ihnen erkrankten an Alzheimer. Zu Beginn der Untersuchung erhoben die Forscher die Ernährungsgewohnheiten aller Teilnehmer – und das ist schon der zweite Unsicherheitsfaktor: Die Befragung fand nur einmal statt und niemand weiß, inwiefern die Menschen zwischendurch ihren Eierkonsum gedrosselt oder erhöht haben. Nichtsdestotrotz: Wer angab, zwei- bis viermal in der Woche Eier zu essen, erhielte seltener eine Alzheimer-Diagnose als jemand, er auf Eier vollständig verzichtet. Bei fünf und mehr Eierportionen pro Woche wuchs der Unterschied noch an.
Eier enthalten wichtige Gehirn-Nährstoffe
Eier enthalten tatsächlich einige für das Gehirn wichtige Nährstoffe wie Cholin, Tryptophan, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin B12, Lutein und Zeaxanthin. Sie dienen beispielsweise als Bausteine für Stoffe, die der Nervenkommunikation dienen. Natürlich gibt es keinen absolut sicheren Weg, Alzheimer zu vermeiden, aber die Eier-Studie kann uns einen Hinweis geben. Darüber hinaus gilt es, für das Gehirn und die allgemeine Gesundheit die weiteren Anti-Alzheimer-Faktoren zu beachten, wie regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen sowie eine Therapie bei Bluthochdruck und Diabetes.
Quelle: aponet.de

