Landwirtschaftliche Erzeugerpreise im März deutlich gesunken

13. Mai 2026, 08:36 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Kartoffeln (Archiv)
via dts Nachrichtenagentur
Kartoffeln (Archiv)
Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte in Deutschland fielen im März 2026 um 8,8 Prozent, was pflanzliche und tierische Güter betrifft.

Wiesbaden - Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sind im März 2026 um 8,8 Prozent niedriger gewesen als im März 2025. Im Februar 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -10,9 Prozent gelegen, im Januar 2026 bei -10,0 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte stiegen demnach im März 2026 gegenüber Februar 2026 um 2,1 Prozent.

Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse sanken laut Destatis im März 2026 um 8,0 Prozent gegenüber März 2025. Die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse verbilligten sich um 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich im März 2026 sowohl pflanzliche Erzeugnisse (+1,4 Prozent) als auch Tiere und tierische Produkte (+2,5 Prozent).

Der Preisrückgang bei pflanzlichen Produkten um 8,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ist erneut unter anderem auf die gesunkenen Preise für Speisekartoffeln zurückzuführen. Diese waren im März 2026 um 55,2 Prozent niedriger als im März 2025. Im Februar 2026 hatte die Vorjahresveränderung bei -54,2 Prozent, im Januar 2026 bei -49,8 Prozent gelegen. Auch gegenüber dem Vormonat Februar 2026 fielen die Speisekartoffelpreise (-2,3 Prozent).

Die Erzeugerpreise für Obst waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts im März 2026 um 31,2 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Preissenkungen gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -33,0 Prozent. Die Preise für Gemüse stiegen binnen Jahresfrist um 19,3 Prozent, wobei unter anderem Gurken (+31,9 Prozent), Salat (+20,3 Prozent) und Tomaten (+14,9 Prozent) teurer waren. Preisrückgänge waren hingegen unter anderem bei Kohlgemüse zu beobachten, das 17,3 Prozent billiger war. Bei Wein war im März 2026 mit +1,8 Prozent gegenüber März 2025 eine Preissteigerung zu verzeichnen.

Getreide war im März 2026 im Vergleich zum März 2025 um 14,2 Prozent günstiger. Die Preise für Futterpflanzen waren mit einem Rückgang von 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ebenfalls weiterhin rückläufig. Die Preise für Handelsgewächse insgesamt lagen im März 2026 um 0,9 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dies ist die erste Preissteigerung seit September 2024 (+10,4 Prozent gegenüber September 2023). Auch Raps verteuerte sich um 2,5 Prozent zum Vorjahresmonat.

Der Preisrückgang für Tiere und tierische Erzeugnisse um 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat sei unter anderem auf die gesunkenen Preise für Milch zurückzuführen, erklärten die Statistiker. Der Milchpreis lag im März 2026 um 27,0 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Auch im Vergleich zum Vormonat Februar 2026 sanken die Preise für Milch (-0,7 Prozent). Bei Eiern kam es binnen Jahresfrist zu einer Preissteigerung von 13,8 Prozent.

Die Preise für Tiere lagen im März 2026 um 3,6 Prozent höher als im März 2025, teilte das Bundesamt mit. Maßgeblich dafür war der Preisanstieg bei Rindern um 13,3 Prozent. Bei Schlachtschweinen sanken die Preise hingegen um 3,6 Prozent. Die Preise für Geflügel waren im März 2026 um 3,9 Prozent höher als im März 2025. Ausschlaggebend hierfür waren die Preissteigerungen bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) um 9,7 Prozent. Bei Hähnchen kam es zu einem leichten Preisanstieg um 0,2 Prozent.

Wirtschaft / Deutschland / Nahrungsmittel / Tiere / Landwirtschaft / Erzeugerpreise
13.05.2026 · 08:36 Uhr
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