ProSiebenSat.1-Quartalszahlen weiter enttäuschend

Aufgrund der immer weiter sinkenden Reichweiten schrumpften auch die Werbeerlöse im klassischen Fernsehen. Das kann selbst Joyn nicht ausgleichen.
In den Monaten Januar, Februar und März 2026 verbuchte die ProSiebenSat.1 Media SE einen Umsatz von 775 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum lag der Umsatz des Unternehmens noch bei 855 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern verbesserte sich von -79 auf -17 Millionen Euro. Das Konzernergebnis wuchs von -72 auf -41 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern veränderte sich von -6 auf 44 Millionen Euro.
Das Werbegeschäft schrumpft nicht etwa aufgrund fehlender Nachfrage – die Werbezeiten werden pro Stunde ausgeschöpft –, sondern aufgrund sinkender Reichweiten. Die DACH-Erlöse sanken im ersten Quartal binnen eines Jahres von 381 auf 344 Millionen Euro; im Fernsehen sank das Ergebnis von 318 auf 274 Millionen Euro. Im digitalen Bereich, beispielsweise bei Joyn, verbesserte sich der Umsatz von 63 auf 70 Millionen Euro. Die Content-Erlöse sanken von 35 auf 26 Millionen Euro, während sich die Distribution um zwei Millionen auf 55 Millionen Euro verbesserte. Die Umsätze sanken im Entertainmentbereich um 38 Millionen auf 453 Millionen Euro und im Bereich Commerce & Dating um 42 Millionen auf 323 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern stieg im Entertainment-Bereich um 13 Millionen Euro auf 35 Millionen Euro. Im Commerce-&-Dating-Sektor verbesserte sich der Gewinn von -27 Millionen auf 9 Millionen Euro.
Marco Giordani, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media SE: "Wir sind zufrieden mit dem ersten Quartal, denn angesichts des herausfordernden Markt- und Wirtschaftsumfelds zeigt unsere Strategie Wirkung. Insgesamt entwickelten sich die Erlöse in den relevanten Geschäftsfeldern annähernd auf Jahresniveau, wobei flaconi erneut sehr positive Impulse für die organische Umsatzentwicklung setzte. Zudem verbesserten sich alle relevanten Profitabilitätskennzahlen, während die Programmaufwendungen gemessen an den Werbeumsätzen nahezu stabil waren. Wir treiben die Entwicklung hin zu agileren Strukturen sowie weiterer Kosteneffizienz voran und verfolgen konsequent unsere Portfoliostrategie mit klarer Wertorientierung. So haben wir uns seit Jahresbeginn von Unternehmen getrennt, die nicht im Fokus unserer Strategie stehen. Diese Maßnahmen greifen und werden unsere Rentabilität weiter stärken."

