Kursveränderungen bei Staatsanleihen nach geopolitischem Ereignis
Nach dem jüngsten militärischen Eingriff der USA in Venezuela zeigen sich die Kurse deutscher Staatsanleihen am Montag widerstandsfähig mit einem leichten Anstieg. Der vielbeachtete Euro-Bund-Future erhöhte sich im frühen Handel um 0,09 Prozent auf 127,15 Punkte. Währenddessen blieb die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stabil bei 2,90 Prozent. Die Finanzmärkte zeigten sich überraschend unbeeindruckt von den Geschehnissen in Südamerika.
Nach Einschätzung der Dekabank wird der gewaltsame Machtwechsel in Venezuela wohl nur kurzfristige Auswirkungen, hauptsächlich im Rohstoffsektor und auf die Anleihe-Spreads des Landes, haben. Analysten erwarten, dass sich der Fokus auf dem Anleihemarkt bald wieder konjunkturellen Daten zuwenden wird. Besonders die bevorstehenden US-Einkaufsmanagerindizes in der Industrie könnten für neue Impulse sorgen.
Zusätzliche Aufmerksamkeit wird auf die Veröffentlichung der deutschen Inflationsdaten am Dienstag gerichtet sein. Und bereits am Freitag wird der Markt mit Spannung auf die monatlichen Arbeitsmarktberichte aus den USA blicken, die von großer Bedeutung für die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve sind.

