Krach um Steuergesetz entzweite Trump und Musk
Die Spannungen zwischen dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump und Elon Musk, dem visionären Kopf hinter der Elektroauto-Marke Tesla, erreichen einen neuen Höhepunkt. Mit bemerkenswerter Offenheit erklärte Trump jüngst im Weißen Haus, dass seine einst blühende Beziehung zu Musk nun auf der Kippe stünde. Musk ließ dies nicht unkommentiert und überraschte mit der gewagten Äußerung, ohne seine Unterstützung hätte Trump die Wahl seinerzeit verloren. Musk unterstrich seine Enttäuschung mit dem Wort „Undankbarkeit“, was die Intensität der Auseinandersetzung weiter anheizt.
Der unübersehbar angespannte Ton resultiert aus Musks entschiedener Kritik an Trumps Steuergesetz, das er in den letzten Tagen ins Kreuzfeuer seiner Kritik stellte. Dabei rief er vehement zu großzügigeren Ausgabenkürzungen auf. Trump wiederum ließ durchblicken, dass dieser Widerstand von Musk möglicherweise durch persönliche Geschäftsinteressen geleitet sei – speziell, nachdem er von der Reduzierung der Subventionen für Elektrofahrzeuge erfuhr.
Trotz der scharfen Angriffe bleibt Trump im Hintergrund und äußerte sich erst auf Nachfrage eines Journalisten in einem Treffen mit Kanzler Friedrich Merz. Die Entwicklung ist brisant, da Musk bis zum Frühjahr noch in einer Beraterrolle für die Regierung tätig war, bevor er sich im Mai aus den politischen Geschäften zurückzog.

