Kliniken und Pflegeheime: Dringender Handlungsbedarf bei Hitzeschutz
Die Patientenschutzstiftung in Deutschland ruft nach umfassenden Maßnahmen zur Anpassung von Kliniken und Pflegeeinrichtungen an die steigenden Temperaturen infolge von Hitzewellen. Der Vorstand Eugen Brysch betont, dass einfache Maßnahmen wie ausreichende Getränkeversorgung, morgendliches Lüften und die Anpassung von Speiseplänen nicht ausreichen, um Bewohner von Pflegeheimen und Krankenhauspatienten wirkungsvoll zu schützen.
Er kritisiert, dass bisher nicht genügend finanzielle Mittel bereitgestellt werden, um diesen schutzbedürftigen Gruppen wirklichen Schutz zu garantieren. Angesichts der klimatischen Herausforderungen fordert Brysch die Bundesregierung auf, mit Nachdruck einen verbindlichen Investitionsplan für die insgesamt 1.600 Krankenhäuser und 12.000 Pflegeeinrichtungen im Land vorzulegen.
Dies sollte im Einklang mit dem geplanten, schuldenfinanzierten Sondervermögen für die klimafeste Infrastruktur geschehen. Bestandsgebäude bräuchten eine Anpassung an die erwarteten Klimabedingungen, spätestens bis 2027.
Bei Neubauten sei sicherzustellen, dass die Raumtemperaturen die 25-Grad-Marke nicht überschreiten. Die bekannten gesundheitlichen Risiken durch Hitze, insbesondere für alte, pflegebedürftige und demenziell erkrankte Menschen, erfordern dringende Aufmerksamkeit.
Die Realität in vielen Einrichtungen zeigt jedoch ein anderes Bild: Oftmals sind nicht einmal grundlegende Sonnenschutzmaßnahmen wie Jalousien oder Rollos vorhanden, was die empfohlenen Maßnahmen zur Beschattung erheblich erschwert.

