Justin Sun verklagt Trump-nahe World Liberty Financial wegen eingefrorener WLFI-Token

Der Gründer von Tron, Justin Sun, hat eine Klage vor einem Bundesgericht in Kalifornien gegen das mit Donald Trump verbundene Krypto-Projekt World Liberty Financial eingereicht, um seine Rechte als Inhaber von WLFI-Token zu schützen.
Sun betonte, dass er ein Unterstützer von Präsident Donald Trump und dessen Bemühungen sei, die USA krypto-freundlicher zu gestalten. Die Klage ändere nichts an seiner Haltung gegenüber Trump und seiner Administration.
Justin Sun gegen World Liberty
Sun behauptet, dass bestimmte Mitglieder des World Liberty Financial-Teams alle seine Token eingefroren, seine Stimmrechte bei Governance-Vorschlägen entzogen und gedroht haben, seine Token ohne angemessene Begründung dauerhaft zu zerstören. Er habe versucht, das Problem privat mit dem Projektteam zu klären, aber seine Anfragen zur Freigabe der Token und Wiederherstellung der Rechte seien abgelehnt worden, sodass ihm keine andere Wahl blieb als rechtliche Schritte einzuleiten.
Der Tron-Gründer erklärte, dass er wie andere frühe Investoren behandelt werden möchte, die WLFI-Token erhalten haben, ohne besondere Vor- oder Nachteile.
“Unfortunately, certain individuals on the World Liberty project team have been operating the project in a manner that goes against President Trump’s values. I do not believe President Trump would condone these actions if he knew about them.”
Er fügte hinzu, dass der am 15. April eingeführte Vorschlag "schlecht für die Gemeinschaft" sei, aber da World Liberty seine Token eingefroren habe, könne er nicht dagegen stimmen.
Rückblick: Kontroverse um Token-Sperre
Für diejenigen, die mit der Situation nicht vertraut sind: Das Projekt hat einen Vorschlag veröffentlicht, um 62,28 Milliarden WLFI-Token von einer unbefristeten Sperre auf einen festen Vesting-Zeitplan umzustellen. Inhaber, die den neuen Bedingungen nicht zustimmen, werden ihre Token auf unbestimmte Zeit gesperrt haben, können sie jedoch weiterhin für Governance-Zwecke nutzen, vorbehaltlich zukünftiger Freigabeentscheidungen.
Sun bezeichnete dies als "einen der absurdesten Governance-Betrügereien", die er je gesehen habe. Er behauptete, der Vorschlag bestrafe Andersdenkende und verwandle die Teilnahme in Zwang statt in offene Governance, während er World Liberty als "Diktatur, die sich als DAO tarnt" beschrieb.
World Liberty wies die Vorwürfe zurück und beschuldigte Sun, "das Opfer zu spielen" und unbegründete Anschuldigungen zu erheben, um sein eigenes Fehlverhalten zu vertuschen. Es hieß, dies sei ein wiederkehrendes Muster in verschiedenen Streitigkeiten. Die Plattform behauptete, sie habe Verträge, Beweise und die Wahrheit auf ihrer Seite und fügte hinzu, dass die Angelegenheit vor Gericht geklärt werde.

