Internationalisierung der Hochschulen: Studienanfänger in Deutschland auf Rekordkurs
Das Studienjahr 2024 verzeichnet einen bemerkenswerten Trend: Erstmals seit Jahren ist die Zahl der Studienanfänger an deutschen Hochschulen gestiegen und setzt ein deutliches Signal in Richtung Internationalisierung. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, nahmen rund 491.400 Menschen ein Studium auf, was einem Anstieg von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Doch diese Zunahme ist nicht allen Herkunftsgruppen zu verdanken. Der Großteil des Zuwachses geht allein auf das Konto von Studierenden aus dem Ausland. Besonders auffällig ist, dass der Anteil der Studienanfänger ohne deutsche Staatsbürgerschaft im Vergleich zum vorherigen Studienjahr um etwa zehn Prozent gestiegen ist. Währenddessen sanken die Zahlen deutscher Studienanfänger leicht um rund ein Prozent.
Insgesamt liegt der Anteil ausländischer Studienanfänger nun bei eindrucksvollen 30 Prozent – im Vergleich zu 22 Prozent vor einem Jahrzehnt. Fachlich betrachtet verteilt sich der Zuwachs ungleichmäßig. Ingenieurwissenschaften sowie Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften verzeichneten überdurchschnittliche Anstiege von 3,6 Prozent beziehungsweise 3 Prozent.
Im Gegensatz dazu wuchsen die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften nur marginal um 0,6 Prozent, während die Geisteswissenschaften einen Zuwachs von 0,4 Prozent verzeichnen konnten. Der Fachbereich Kunst und Kunstwissenschaft sah sich mit einem Rückgang von 1,2 Prozent konfrontiert.
Die Gesamtzahl der Studierenden blieb im Wintersemester 2024/2025 mit etwa 2,8 Millionen nahezu unbeeinflusst. Obwohl die Zahl deutscher Studierender um ein Prozent sank, stieg die Zahl der ausländischen Studierenden um beeindruckende fünf Prozent auf insgesamt rund 492.600. Diese Entwicklungen unterstreichen den fortschreitenden internationalen Charakter des Studienstandorts Deutschland.

