Illusionen platzen: Europa am Scheideweg nach Ukraine-Gipfel

Der kürzlich zu Ende gegangene Ukraine-Gipfel in Florida hat den Europäern schmerzhaft vor Augen geführt, dass es an der Zeit ist, sich von übermäßigen Hoffnungen auf eine baldige Beilegung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine abzuwenden. In der Ära von Donald Trump als erneutem Präsidenten der USA wurde diese Hoffnung genährt durch Aussagen, die durch mangelnde politische Einsicht geprägt waren. Während Trump wiederholt mit seinen Aussagen für Aufsehen sorgte, wurde er von Russlands Präsident Wladimir Putin zu dessen eigenem Nutzen eingespannt. Dieses Schauspiel scheint einzig und allein dem Kreml-Führer zu dienen.
Präsident Wolodymyr Selenskyj der Ukraine hat sich durch alle diplomatischen Bemühungen hindurch äußerst flexibel und kompromissbereit gezeigt. Putin hingegen verharrt unbeweglich und lässt seine Angriffsstrategien auch über christliche Feiertage nicht ruhen, indem er die Zivilbevölkerung in der Ukraine unter Beschuss nimmt. Somit wird deutlich, dass die Zeit für eine Fortsetzung der bisherigen Diplomatie für die europäische Gemeinschaft abgelaufen ist.
Ein entschlossenerer Ansatz ist vonnöten, um in der Beziehung zu Russland eine klarere Position einzunehmen. Europäische Länder sollten erwägen, die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen und die Ukraine durch verstärkte Waffenlieferungen weiter zu unterstützen. Dies könnte der Schlüssel sein, um die Sprache zu sprechen, die in Moskau Gehör findet.

