Heißes Flusswasser zwingt Schweizer Atomkraftwerk zur Drosselung
In der Schweiz hat die sommerliche Erwärmung der Aare zu einer Reduktion der Aktivität des Kernkraftwerks Beznau geführt. Einer der beiden Reaktoren wurde vollständig vom Netz genommen, während der zweite nur noch mit halber Leistung betrieben wird, wie die Axpo, Betreiber des Kraftwerks, verkündet.
Dieser Schritt ist notwendig geworden, um das empfindliche Ökosystem des Flusses zu schützen und die strengen Umweltauflagen einzuhalten. Durch eine übermäßige Erwärmung des bereits gestressten Gewässers könnte die heimische Flora und Fauna erheblich beeinträchtigt werden, vor allem während der Hitzeperioden des Sommers.
Das Kraftwerk nutzt die Aare als Quelle für Kühlwasser, welches erwärmt zurück in den Fluss gelangt. Die beiden Reaktoren von Beznau sind seit den Jahren 1969 und 1971 in Betrieb und zählen zu den weltweit ältesten aktiven Atomkraftwerken.
Im Rahmen des Schweizer Atomausstiegs bleiben diese Anlagen zwar in Betrieb, solange ihre Sicherheit gewährleistet ist, jedoch plant Axpo, die Abschaltung von Beznau 1 und 2 für die Jahre 2032 und 2033.

