Häfen als Schlüssel zum Erfolg der deutschen Autoindustrie
Die Bedeutung der norddeutschen Häfen für den internationalen Erfolg der deutschen Automobilindustrie ist kaum zu unterschätzen, wie der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe betont. Laut Matthias Magnor, Präsidiumsmitglied des ZDS, wäre eine globale Präsenz ohne diese logistischen Knotenpunkte undenkbar. Anlässlich der IAA Mobility Messe in München hebt der Verband die strategische Rolle der Häfen hervor, die als essenzielles Bindeglied zwischen Produktion und weltweitem Handel fungieren.
Im vergangenen Jahr wurden beeindruckende 3,4 Millionen Autos exportiert, was knapp 80 Prozent der deutschen Produktion entspricht. Die meisten davon fanden ihren Weg über deutsche Seehäfen ins Ausland. Diese Häfen sind zudem entscheidend für den Import von im Ausland gefertigten Fahrzeugen sowie für die Bereitstellung von Ersatzteilen und Zulieferprodukten.
Bremerhaven und Emden stechen hier als bedeutende Umschlagplätze hervor. Matthias Magnor, der auch als CEO des Logistikunternehmens BLG tätig ist, stellt fest, dass die Häfen erheblich zur Wirtschaftskraft der gesamten Mobilitätsbranche beitragen. Die Automobilindustrie leidet jedoch unter aktuellen Herausforderungen wie dem rückläufigen chinesischen Markt, einem verlangsamten Verkaufswachstum von Elektrofahrzeugen und Handelskonflikten mit den USA.

