GWW-Gebäude-Trio im neuen Luther-Karree in Wernigerode eröffnet

14. August 2025, 10:48 Uhr · Quelle: Pressebox
Das neue Luther-Karree in Wernigerode ist eröffnet, mit 38 Wohneinheiten für Familien und Senioren. Moderne Features wie Nahwärmenetz und PV-Anlagen machen den Stadtteil Hasserode attraktiv für die Zukunft.

Wernigerode, 14.08.2025 (PresseBox) - Im Stadtteil Hasserode macht die GWW einen ganzen Standort fit für die Zukunft

Dr. Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt: „Wichtig, dass das Kommunale zum Fortschrittstreiber wird“

Der Wernigeröder Stadtteil Hasserode atmet Fortschritt. Mit der feierlichen Übergabe des neuen GWW-Gebäude-Trios „Luther-Karree“ sind die Quartiersentwicklungsmaßnahmen rund um die neue August-Hermann Francke-Grundschule abgeschlossen. Der einst durch eine DDR-Schule verbaute schöne Blick auf die Kirche nun endlich wieder frei. Mit einem zünftigen Eröffnungsfest läutete die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, GWW, zusammen mit Sven Haller, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, weiteren Vertretern aus Politik und Stadtgesellschaft sowie Projektbeteiligten am 13. August 2025 die neue Zukunft ein. Alles lief nach Plan.

Neben Schulneubau und Sportplatz entstanden hier durch die GWW auf einem ehemaligen Parkplatz drei dreigeschossige Wohnhäuser mit 38 Wohneinheiten und großzügigen 2-5-Raum-Wohnungen, teilweise Maisonetten, für Familien und Senioren. Dazu drei Gewerbeflächen mit ca. 425 m² Größe. Eine Gesamtinvestition der GWW in Höhe von 13,9 Millionen Euro. Sie konnte sich dafür Fördermittel aus dem Bundesprogramm „KfW 55“ sichern. Zusammen mit den Infrastrukturmaßnahmen betrug die Investition von Stadt und GWW insgesamt 30 Millionen Euro für die Zukunft des Quartiers. Dazu gehört auch ein Nahwärmenetz. Quelle ist das neue Blockheizkraftwerk auf dem Gelände der Francke-Grundschule, das die Bauten der Lutherstraße mitversorgt.
GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann spricht zur Eröffnung von der geglückten Heilung eines Stadtquartiers.

Sven Haller, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, sagte zur Eröffnung des Luther-Karrees: „Wir brauchen im Land besonders in den Städten viele neue moderne Wohnungen, damit die Menschen am Standort bleiben und sich entwickeln können, damit sie sich wohlfühlen.“

„Die GWW setzt damit die richtigen Signale zur rechten Zeit“, betonte der Staatssekretär. Er verwies grundsätzlich auf die Städtebauförderung des Landes, die essenziell sei, umdie Attraktivität von Stadtzentren, gerade im ländlichen Raum, zu steigern und lebenswerte Quartiere zu schaffen. Rund91 Mio. Eurostanden 2023/2024 zur Verfügung, zusammen mit kommunalem Eigenanteil mehr als124 Mio. Euro. Dabei gehe es um Investitionen für „Lebendige Zentren“, den Erhalt und die Entwicklung historischer Stadt‑ und Ortskerne, den „Sozialen Zusammenhalt“ zur Aktivierung benachteiligter Quartiere sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zur Anpassung der Städte an die demografischen Herausforderungen.

Er hob weiter hervor, dassjeder investierte Euro private Folgeinvestitionen nach sich ziehe und damit den Städtebau in Sachsen‑Anhalt nachhaltig stärke.

„Auch die kleineren Städte in Sachsen-Anhalt und der ländliche Raum können aufgrund ihrer günstigen Lage und mit guter Infrastruktur interessant für Zuzügler sein. Wir beobachten, dass Menschen die Ballungsräume verlassen, um sich in ländlichen aber gut erschlossenen Regionen niederzulassen. Daran arbeiten wir. Jeden Tag. Die im Rahmen der Städtebauförderung bewilligten Vorhaben sind gelebte Beispiele dafür“, fügte er hinzu.

Das Schöne sei in Wernigerode, so Haller fortführend, dass alles unter dem Vorzeichen der Kommunalen passiere. Wernigerode und seine städtische Tochter GWW zeigten hier dem ganzen Land, was kommunal möglich sei trotz derzeit schwierigerer Umfeldbedingungen. Es sei wichtiger denn je, dass sich die Kommunalen als Fortschrittstreiber zeigen.

Wernigerodes Oberbürgermeister Tobias Kascha lobte erneut die Initiative der GWW: „Ich bin sehr stolz auf dieses Bauprojekt und wenn Sie sich umschauen, werden Sie meinen Stolz sicher nachvollziehen können. Dieses Quartier in Hasserode hat sich fantastisch entwickelt. Mit dem Bau der neuen Grundschule August-Herrmann-Francke war schon ein großer Meilenstein erreicht. Die moderne Schule gab diesem Gebiet ein ganz neues Gesicht. Nach Abriss des alten Schulgebäudes war der Weg geebnet zu einer frischen Idee – Wohnen wurde priorisiert, denn Wernigerode wächst. Die komplexe Betrachtung des Standorts durch die GWW hat das Quartier zu einer neuen Struktur verholfen­ ­– nun wieder mit Durchblick zur Kirche.

Das Bauprojekt Lutherstraße passt zu Wernigerode. Die Nachfrage nach Wohnraum ist ungebrochen groß, es wird viel Leben in unser schönes Quartier einziehen. In die Zukunft dieses Stadtquartiers haben die Stadt Wernigerode und die GWW letztlich 30 Millionen Euro investiert. Darauf können wir sehr stolz sein. Ich möchte auch die gute Zusammenarbeit zwischen den Tochtergesellschaften der Stadt betonen. GWW und Stadtwerke haben neue effiziente Lösungen erarbeitet und beispielsweise ein Nahwärmenetz entstehen lassen. Das neue Blockheizkraftwerk auf dem Gelände der Francke-Grundschule ist die Quelle, die nun auch die Gebäude der Lutherstraße mitversorgt“, hob der OBM hervor. „Im Frühjahr haben wir in einem anderen städtischen Quartier das innovative Sonnenhaus eingeweiht, ein bedeutsames Neubauprojekt für Wernigerode. Wir sind sehr stolz auf unsere Tochter GWW, die nun nach 18 Jahren wieder Wohn-Neubauprojekte in Angriff nimmt.“

Dr. Matthias Schönhardt, Dezernent für Investitionen und Genehmigungsverwaltung, Landkreis Harz, freut sich über das Bauergebnis. Trotz schwieriger Zeiten halte die GWW Wort und investiere in die Zukunft der „Bunten Stadt am Harz“. „Wir brauchen solche Initiativen gerade abseits der Ballungsräume“, betonte er. „Gute Wohnbedingungen und eine moderne Infrastruktur sind Grundvoraussetzungen dafür, dass sich die Menschen bei uns wohlfühlen und sich insbesondere junge Familien dafür entscheiden, zum Beispiel nach Wernigerode zu ziehen oder hier zu bleiben“, würdigte der Dezernent das Engagement und die soziale Verantwortung der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode. Zudem hob er hervor: „In der Lutherstraße geht es nicht nur um drei neue Wohnhäuser. Hier wurde nun ein ganzer Standort fit für die Zukunft gemacht inklusive der Infrastruktur. Dazu gehört neben neuer Schule, Sportplatz sowie neuer Wohnbebauung auch der Bau eines Regenrückhaltebeckens durch den Abwasserzweckverband und der Straßenbau der Lutherstraße. Alles wichtige Impulse für neues Leben in Hasserode.“

„Mit unserem im April fertiggestellten energiealternativen Sonnenhaus sind wir als Stadt-Tochter Vorreiter in Wernigerode. Wir wurden es vom Konzept sogar für ganz Deutschland. Mit den nun eingeweihten Bauten im Luther-Karree sehen wir uns erneut als Fortschrittstreiber. Für Hasserode, Wernigerode und Sachsen-Anhalt. Zwei Neubauprojekte in einem Jahr zu übergeben, ist eine gewaltige Kraftanstrengung. Aber wir haben sie gemeistert und Wort gehalten in schwierigen Bauzeiten“, freut sich GWW-Geschäftsführer Christian Zeigermann.

Mit Qualitäts-Wohnen im Luther-Karree erweitere die GWW ihr Portfolio. Das Miet-Interesse sei überall groß. Modernste Bedingungen im Luther-Karree wie Aufzüge und Tiefgarage, E-Mobilität, Nahwärmekonzept, PV-Anlage und großzügige Wohneinheiten mit Balkonen als auch Maisonetten träfen den Nerv. Ebenfalls die ruhige grüne Umgebung Hasserodes mit Blick auf Brocken, Schloss und Kirche seien attraktiv. Die Gewerbe-Interessenten kämen aus dem medizinischen und Steuer-Bereich.

„Auch der Bedarf an altersgerechten Wohnungen mit Fahrstuhl und großen Familienwohnungen wächst weiter. Man möchte für das Homeoffice nun oft ein zusätzliches Zimmer. Dort setzen wir mit unseren Neubauprojekten an“, betonte der GWW-Geschäftsführer in seinem Statement. Der GWW-Geschäftsführer bedankte sich für die Unterstützung von Stadt und Aufsichtsrat und bei den Bauleuten für die Termintreue.

Trotz aller hochklassiger Neubauten habe die GWW aber auch stets ihren Sozialauftrag im Blick und ihren Bestand in den Großsiedlungen. „Wir haben deshalb unsere Sanierungsaufwendungen für Leerwohnungen weiter erhöht und dafür zwei Millionen Euro eingestellt. Gelder, um jedes Jahr 40 Wohnungen komplett sanieren zu können. Das heißt für die Wohnungen, neue Elektrik, neues Bad, neue Fußböden, Türen und weiteres einzubringen. Nach der Sanierung warten schicke funktionale Wohnungen auf die neuen Mieterinnen und Mieter. Und sie warten meist nicht lange“, so Christian Zeigermann. Und das PV-Dach-Programm für die GWW-Plattenbauten mit Mieterstromprojekten werde ebenfalls Stück für Stück weiter umgesetzt, um die Nebenkosten senken zu helfen. Auch in der energetischen Sanierung gehe es wie geplant voran.

„Bis Ende des Jahres werden es dann fast 100 neue moderne Wohnungen sein, die wir unseren Mieterinnen und Mietern als GWW anbieten können. Das alles in einer Zeit, die eher von Bauzurückhaltung geprägt ist“, so Christian Zeigermann abschließend.

Jens Zillmann, Verbandsdirektor des Verbands der Wohnungswirtschaft Sachsen-Anhalt e.V. nannte in seinem Statement zur Eröffnung die GWW-Bautätigkeit als richtungsweisend für Sachsen-Anhalt und darüber hinaus. Im Land kenne man die GWW mittlerweile als Vorreiter. „Das begann schon mit dem innovativen Neubau der Francke-Grundschule in Wernigerode, reichte über die Sanierung des Walther-Grosse-Rings mit Klimagarten, verfestigt sich mit dem Sonnenhaus und Luther-Karree und wird mit den zukünftigen Neubauprojekten im Ergebnis des Europäischen Nachwuchsarchitekten-Wettbewerbs ‚EUROPAN Living Cities‘ im Veckenstedter Weg sicher seine spannende Fortsetzung finden“, hob er hervor.

Attraktive Wohnungsbau-Projekte seien wichtig gerade für Sachsen-Anhalt, in dem viele Kommunen mit Bevölkerungsschwund kämpften. Sie schafften Aufmerksamkeit und sorgten für ein positives modernes Lebensgefühl, das heute für die Ansiedlung ein wichtiger Aspekt sei, so Jens Zillmann weiter. „Wir müssen es schaffen, auch über interessante Bau- und Wohnprojekte Abgewanderte ins Land zurückzuholen oder Menschen und Familien für Sachsen-Anhalt als lebenswertes Land zu gewinnen“, unterstrich er.

Jens Zillmann: „Als Verband sorgen wir deshalb auch für einen regen Austausch zwischen den Wohnungsgesellschaften, um Neues zu inspirieren und Mut zu machen. Von Bund und Land muss es jedoch eine verlässliche und auskömmliche Fördermittelkulisse geben, um die sehr guten Wohnprojekte aus Wernigerode auch im ganzen Land erfolgreich reproduzieren zu können.“

Die Neubauten „Luther-Karree“/ Lutherstraße im Überblick:

Haus 1 mit 14 Wohneinheiten und Tiefgarage

Haus 2 mit 12 Wohneinheiten und Tiefgarage

Haus 3 mit 12 Wohneinheiten, 3 Gewerbeeinheiten und Teilunterkellerung

2-, 3-, 4- und 5-Raum-Wohnungen entstehen, darunter auch Maisonettewohnungen

Tiefgaragenstellplätze: 32

Stellplätze Außenanlagen: 15

kleine Spielplatzanlage

Nahwärmenetz, Versorgung über Blockheizkraftwerk auf dem Gelände der Francke-Grundschule

Verhandlung zwischen Stadtwerke Wernigerode und GWW zu folgenden Themen:

Mieterstromprojekt

PV-Anlagen

E-Mobilität

Aufzugsanlagen in jedem Objekt, Erreichbarkeit aller Geschosse vom KG zum DG (Staffelgeschoss)

KfW 55 Projekt

Erstellung einer Musterwohnung für Mietinteressenten

Wohnfläche: ca. 3.250 m²

Gewerbefläche: ca. 425 m²

Bautechnik / Wernigerode / Luther-Karree / GWW / Wohnungen
[pressebox.de] · 14.08.2025 · 10:48 Uhr
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